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  Reisebericht Frankreich Korsika 2016

Frankreich, Korsika (1`700 km)

Mittwoch, 14. September 2016
Unsere Reise beginnen wir mit der Fahrt von Lyss nach Savona, wo wir am morgigen Tag auf die Fähre gehen. Die Gebühr für den grossen St. Bernhard Tunnel sparen wir uns. Stattdessen windet sich unser Landi über die Passtrasse ganz nach oben. Hier geniessen wir das prachtvolle Bergpanorama.
Stunden später, nach fast sieben stündiger Fahrt, finden wir kurz vor Savona mit dem Camping Sole einen gemütlichen Platz für die Nacht.

 


 

Donnerstag, 15. September 2016
Unser Camping Sole thront über der Stadt Varazze. Über die kurvige Zufahrtsstrasse gehen wir am frühen Morgen hinuter zur Stadt und der prächtigen Strandpromenade, die uns zum Yachthafen führt. Dort wechseln wir in die Altstadt und laufen wieder zurück zum Camping. Die ganze Stadt versprüht einen morbiden Charme.
Wieder zurück, beeilen wir uns, um rechtzeitig die Hafenanlage zu erreichen. Wir folgen der Ausschilderung für den Hafen und landen irgendwann vor einer geschlossenen Barriere. Sofort kommt bewaffnetes Sicherheitspersonal zu uns und will unsere Papiere sehen. "Ihr seid hier falsch!" und in aufgeregtem Befehlston werden wir vom Platz verwiesen. Zeit, unsere Tickets etwas genauer zu studieren. Ach so, da müssen wir noch ein Paar Kilometer in westliche Richtung fahren.
Mit etwas Geduld und viel Fantasie finden wir das schlecht ausgeschilderte Terminal. Ab hier geht alles Ratz-Fatz und schon kurze Zeit später stehen wir im mächtigen Rumpf der "Mega Express". Das Schiff ist ausgelegt für 1`650 Passagiere, mit uns sind etwa noch 248 andere Passagiere an Bord.
Wir nehmen uns zwei Liegestühle und verbringen gemütliche Sonnenstunden an Deck.
Um 20.00 Uhr folgt die Einfahrt in den Hafen von Bastia. Kaum angekommen, spuckt uns die Fähre auch schon wieder aus und wir fahren zum Camping San Damiano, welcher ideal in der Nähe von Bastia liegt.
Im Dunkeln finden wir einen Stellplatz.

 
Freitag, 16. September 2016
Schon Napoleon konnte Korsika mit verbundenen Auchen riechen. Uns geht es ähnlich. Der unverkennbare, süsse Duft von Nadelholz, Erdreich und feuchter Meeresbrise steigt uns unverzüglich in die Nase. Über Nacht hat es kräftig geregnet. Doch nun, mit den ersten Morgenstrahlen klart es bereits auf. Wir versorgen uns in dem vorzüglich ausgestatteten Supermarkt des Campings. Am Nachmittag laufen wir in das etwa vier Kilometer entfernte Schutzgebiet Etang de Biguglia. Kaum biegen wir auf den Naturpfad ein, kriecht eine europäische Wasserschildkröte vor unsere Füsse. Was für ein riesiges Glück. Auch sonst werden wir auf dem folgenden Trampelpfad mit tierischen Begegnungen verwöhnt. Ein blau schimmernder Eisvogel lässt sich kurz blicken. Für eine Fotografie hat es leider nicht gereicht. Seltsame Heuschrecken wecken unser Interesse. Die spindeldürren Gestalten ähneln der Stabheuschrecke. Beinahe mit jedem Schritt erschrecken wir eine Eidechse, welche schnurrstracks im Dickicht verschwindet.
Weniger toll ist die Schnellstrasse, die direkt am Naturschutzgebiet entlang führt. Hier sehen wir zwei überfahrene Zornnattern.
Kaum erreichen wir den Campingplatz, beginnt es wieder kräftig zu regnen.

 

Samstag, 17. September 2016
Den Tag beginnen wir mit einem kurzen Strandspaziergang. Ein paar winzig kleine Muscheln wollen von uns eingesammelt werden. Die nächsten 77 km Fahrt bringen uns in das Landesinnere. Hoch über einem Stausee steht der Camping Acquaviva Calacuccia. Hier fahren wir rückwärts auf einen Stellplatz mit toller Sicht auf den See.
Über einen Trampelpfad spazieren wir hinunter zum See, der etwa 80m tiefer liegt. Unterwegs strecken uns zwei Esel ihre Köpfe entgegen. Die müssen wir natürlich mit ein paar Streicheleinheiten verwöhnen. Unten angekommen, laufen wir ein Stück am Ufer entlang und dann das anstrengende Stück auch wieder hoch.
Nach einer Verschnaufpause besuchen wir auch noch das angrenzende Bergdörfchen.
Der Abend wird uns durch ein kleines Kätzchen versüsst. Ganz zahm kommt es uns auf den Schoss und fordert intensive Zuwendung ein. Diese schenken wir der kleinen Katze natürlich gerne.

 

Sonntag, 18. September 2016
Der Camping hier ist zwar sehr schön - aber für Wanderungen doch eher ungünstig gelegen. Also verabschieden wir uns von der Katze und wir fahren weiter nach Corte, von wo aus das Restonia Tal mit einem Wildwasserfluss in das Landesinnere führt. Bei Corte angekommen, geraten wir mitten in die Warteschlange von Ralley-Fahrzeugen. Wir überlegen kurz, uns für das Rennen einzuschreiben, biegen dann aber kurz vor dem Imatrikulations-Tisch mit einer scharfen Wende nach links ab.
Eine Umfahrungsstrasse führt uns dann in das Restonia Tal, wo wir auf einem immer schmaleren Asphaltband zum Camping Tuani geführt werden.
In traumhafter Lage ergattern wir uns einen Stellplatz ganz nahe am Wildwasserfluss. Hier lassen wir den Tag ausklingen.

 

Montag, 19. September 2016
Zum Melo-See, der etwas oberhalb unser Campingplatzes liegt, können wir von hier aus nicht fahren. Ein grosses WOMO-Verbotsschild siganlisiert uns diese Tatsache. Während Carole einen Wanderweg nach Corte unter die Sohlen nimmt, versuche ich über einen steilen Pfad oberhab des Wildwasserflusses in die Nähe des Sees zu gelangen. Dieser endet aber nach knapp vier Kilometer.

Auch Carole muss auf Ihrem Weg nach unten den Grossteil auf asphaltierter Strasse laufen. Die abzweigenden Wanderwege sind schlecht gewartet und verlaufen sich irgendwann im Dickicht.
Am Abend sitzen wir im Licht der kleinen Solarlampen draussen, als ich wegen einem Schatten ganz nahe an meinem linken Fuss erschrecke. Dem Fuchs, der sich einen Meter an uns herangewagt hat, geht es nicht anders und er verschwindet auf schellen Beinen im Unterholz.

 

Dienstag, 20. September 2016
Als ich am frühen Morgen aus der Kabine trete, begrüsst mich eine Kuh, die sich direkt neben dem Landi an frischen Blättern verköstigt.
Die Stadt Bonifacio, die ganz im Süden der Insel liegt, wollen wir auf unserer Reise unbedingt besuchen. Also steuern wir wieder die Ost-Küste an und fahren auf gut ausgebauten Strassen in südliche Richtung. Bei Pinarellu stossen wir auf den
Camping California.
Hier können wir uns auf dem sonnigen, von wenigen Olivenbäumen durchsetzten Gelände einen Platz aussuchen.
Zum Sandstrand führt ein kurzer Gehweg. Das Wasser ist kristallklar und ein kleines, felsiges Riff lädt zum schnocheln ein. Dabei sehe ich etwa acht verschiede Arten von Fischen.
Ein Spaziergang entlang eines langgezogenen Sandstrandes führt in das etwa drei Kilometer entfernte Pinarellu.
Hier stehen ein paar luxuriöse Unterkünfte. Wir genehmigen uns in einer tollen Beach-Bar einen kühlen Drink und laufen dann hinter dem Sandstrand, durch den Pinienwald, zurück zu unserem Campingplatz.
Etwas später gehen wir noch einmal schnorcheln.
Während dem Abendessen besucht uns eine hungrige Katze. Natürlich bekommt sie von uns ein paar Häppchen.

 

Mittwoch, 21. September 2016
Der Camping l`Araguina befindet sich in günstigster Lage direkt bei Bonifacio. Dies ist dann auch schon der einzige Grund, weshalb man diesen Camping ansteuert. Der Stellplatz ist kaum grösser als ein Parkplatz und auch sonst sucht man vergebens nach irgendwelchem Komfort. Hier stellen wir unseren Landi ab und gelangen zu Fuss in etwa zehn Minuten zum Yachthafen. Wir bestaunen die sündhaft teuren Boote, welche im Hafen schaukeln. An der Promenade reiht sich Restaurant an Restaurant. Über steile Strassen und Treppen erreichen wir die Altstadt des geschichtsträchtigen Ortes. Die Häuser am Rand der steilen Felsküste drohen förmlich über die Klippen in das aufgewühlte Meer zu stürzen. Es ist Nebenreisezeit, und in den schmalen Gassen geht es recht beschaulich zu und her. Wir gönnen uns ein feines Mittagessen und bummeln anschliessend wieder hinunter zum Hafen. Hier kontrolliert die Zollbehörde, bestehend aus etwa zehn Mann, die Luxusjachten. Die Beamten stülpen sich blaue Schutzschuhe über, um ja keines der Bootsdecks zu verschmutzen, und machen sich an die Arbeit. Am Abend geniessen wir das Nachtessen in einem der zahlreichen Hafenrestaurants.
Die schönen und Reichen auf den aufgepeppten Luxusyachten sind nun mit Alkohol abgefüllt und schwanken über die Gangways ans Festland. Von einem der Boote schallt "Coldplay" über das ganze Hafengelände. Weit oben an Deck ist eine Party im Gange. Eine auffällige, ältere Dame kann sich nicht mehr halten und stürzt hart auf den harten Beton des Hafenbeckens.
Ein guter Ort, um sich für die dekadente Menschheit fremdzuschämen...

Donnerstag, 22. September 2016
Gleich in der Nähe des Camping l`Araguina nehmen wir am Morgen unser "Petit Dejeuner" ein. Carole äussert sich in einem Gespräch mit dem Camping-Aufseher, in Bezug auf die grossen Yachten im Hafen, mit den Worten: "Gesundheit ist das Wichtigste!" worauf dieser meint: "Ja, Gesundheit und ein solches Boot wäre aber noch besser!". Wir verabschieden uns und sagen noch. "Das nächste mal am Hafen, mit Boot!" und fahren anschliessend entlang der Südküste in westliche Richtung. Schon bald verlassen wir den Asphalt und fahren über eine ausgewaschene Sandpiste hinunter zu einer traumhaften Bucht.
Wieder auf der Hauptstrasse fahren wir noch ein gutes Stück, bis ein Schild die Richtung zum Camping Chez-Antoine am Olmeto-Plage signalisiert.
Hier gehts steil nach unten und wir erwischen die falsche Abzweigung. Die Strasse führt uns noch steiler und schmaler direkt vor einen Betonsockel am Strand. Es ist so steil, dass wir nicht rückwärts setzen können. Also sagen wir auf Briefmarkengrosser Fläche hin- und her, bis wir in richtiger Richtung zur steilen Piste stehen. Mit Ach- und Krach kämpft sich unser Landi wieder hinauf zum Abzweiger, scharf rechts und wir kommen auf das Gelände des Campings. "Geschafft!..."
Wir beziehen einen wunderschönen Stellplatz und fallen erleichtert in die Stühle. Später setzen wir uns an den traumhaften Kieselstand, überblicken die Bucht und geniessen den Sonnenuntergang.
 
Freitag, 23. September 2016
Am Morgen möchten wir eine Wanderung machen. Leider muss man zuerst über ein langes Stück Asphalt gehen. Das wird uns schon bald viel zu heiss und wir brechen ab. So verbringen wir den Tag mit schnorcheln und baden. Ein älteres Ehepaar aus Korsika setzt sich zu uns. Der Mann meint: "Das Beste von Korsika habt Ihr jetzt schon gesehen" und zeigt schelmisch auf sich.
 

Samstag, 24. September 2016
Heute peilen wir Porto, ein touristisches Hafenstädtchen an der Westküste, an. Unterwegs halten bei der Hauptstadt Ajaccio, um in einem riesigen Supermarkt unsere Vorräte aufzufüllen.
Für 150 Strassenkilometer benötigen wir etwa 4 Stunden. Die Strasse windet sich durch wunderschöne, rote Gesteinsformationen der "Calanche". Kreuzen ist hier nur an wenigen Stellen möglich und wir sind froh, dass zu dieser Jahreszeit nur wenige Fahrzeuge unterwegs sind.
Wir sind noch völlig verzückt von der atemberaubenden Strasse, als diese sich abwärts nach Porto windet, wo wir im Hinterland den Camping Funtana à l`Ora ansteuern. Die schönen, in einem Waldstück gelegenen Parzellen gefallen uns auf Anhieb.
Bald schon laufen wir in das 4 km entfernte Hafenstädtchen Porto. Der Fussweg ist nicht ganz ungefährlich, da er entlang der Hauptstrasse führt. Einheimische, aber auch Touristen, brettern viel zu schnell über die kurvige Strasse.
Porto gefällt uns so sehr, dass wir beschliessen, einen weiteren Tag hier zu bleiben.
Nachdem wir am Abend beim Camping ankommen, fällt auch gleich der Entschluss, morgen auf den Camping Municipal zu wechseln. Dem gefährlichen Fussweg wollen wir uns nicht noch einmal aussetzen.

 
Sonntag, 25. September 2016
Wie vorgesehen, wechseln wir am Morgen den Campingplatz. "Wir haben nur noch bis morgen 12.00 Uhr geöffnet" meint der Pächter. "Kein Problem, morgen fahren wir sowieso weiter". Der Camping Municipal ist zwar nicht ganz so schön wie der Vorige. In zehn Minuten erreicht man aber zu Fuss das Hafenstädtchen.
Vom Camping aus starten wir am Vormittag zu einer Wanderung entlang der felsigen Küste. Der Wanderweg hat es in sich. Vor allem am Anfang sind auch ein paar Kletterkünste gefragt. Danach gehts aber ganz flott und schon bald aber wieder steil aufwärts. Immer wieder erhaschen wir tolle Ausblicke auf die Bucht von Porto und das karibisch blaue Meer. Nach etwa acht Kilometer sind wir zurück auf dem Campingplatz.
Am Abend geniessen wir ein feines Nachtessen in Porto.
 

Montag, 26. September 2016
Kaum sind wir losgefahren, windet sich die kurvenreiche Strasse wieder durch eine felsige Landschaft. Und schon kommt uns ein Reisecar entgegen. Der Fahrer hat seine letzten Nerven in den vorherigen Kurven liegen gelassen. Entsprechend nervös deutet er uns an Platz zu machen. Carole steigt aus, beruhigt zuerst den Fahrer und weist mich dann auf einer längeren Rückwärtsfahrt in die nächste Parkbucht. Geschafft...
Die Desert des Agriates ist ein wüstenähliches Gebiet im Norden Korsikas. Eigentlich sollte unser Landi wie geschaffen sein für ein paar Kilometer auf sandigem Grund. Also biegen wir schon bald von der asphaltierten Strasse ab... und finden uns auf einer Flussbettähnlichen, völlig ausgewaschenen Strasse wieder, welche nach zwölf Kilometern am Strand enden würde. Würde... weil dieser Pistenabschnitt ist sogar für unseren Land-Rover mit Aufsatzkabine zu viel. Kräftig werden wir in alle Richungen geschupst - und das bei Schneckentempo. Die Kabine streifft Äste und ganze Bäume. Kein Durchkommen... Also wenden und wieder um ein gutes Stück zurück auf die Strasse setzen. Hier halten wir an und begutachen den Schaden. Ausser ein paar Kratzer hat die Kabine nichts abbekommen. Wir öffnen die Türe und das WC liegt kopfüber auf dem Kabinenboden - Bravo!!!
Wir fahren auf den Camping U Sole Marinu, reinigen die Kabine und geniessen den Abend.
Als Abschluss besuchen wir noch den kleinen Laden der zum Camping gehört. Hier wird selbstgemachter Honig verkauft. Kleine Honigspender und deponierte Plastiklöffel laden zum probieren ein. Wir nehmen uns eines der Löffelchen und probieren. "Schmeckt fein! Du Carole, was steht da auf dem Behälter mit den Löffelchen". Carole übersetzt "Gebraucht...." - NEIN - Wir kaufen uns ein wenig Honig und gehen unsere Münder spühlen...

 
Dienstag, 27. September 2016
Der "Sentier Littoral" ist ein abenteuerlicher Wanderweg entlang der felsigen Küste und führt vom Campingplatz nach St. Florent. Wir laufen, kriechen und klettern während fast drei Stunden und geniessen dabei herrliche Ausblicke auf die Buchten unter uns. Der Weg windet sich immer wieder auf Felsvorsprünge hinauf um kurze Zeit später wieder zum Meer abzukurbeln. Das Ganze geht ganz schön an die Substanz. In St. Florent besichtigen wir die Zitadelle, die Altstadt und den Hafen. Den Rückweg über etwa acht Kilometzer Asphalt möchten wir uns sparen. Taxis oder Busverbindungen sind (zumindest heute) keine vorhanden, also fragen wir bei einer Tankstelle nach einer Mitfahrgelegenheit. Wir haben Glück und bereits die erste Fahrerin erklärt sich bereit, uns für etwa vier Kilometer, bis zum nächsten Kreisel, mitzunehmen.
 
Mittwoch, 28. September 2016
Heute wollen wir ein wenig Schnorcheln gehen. Wir sind etwa zehn Minuten am Fische bewundern als Carole einen lauten Schrei ausstösst. Was ist da blos los, denke ich mir. Ich kehre um und schwimme zügig zu Carole. Irgend etwas hat Sie in den linken Arm gebissen und die Haut rötet sich. Nichts wie raus und das Ganze genauer anschauen. Eine Qualle hat zugestochen. Der Schmerz lässt nach einer Weile nach - und das Schnorcheln lassen wir für heute bleiben.
 
Donnerstag, 29. September 2016
Nach ausgiebigem Frühstück queren wir die Insel an der schmalsten Stelle von West nach Ost. Am "Col de Teghime" angekommen, können wir auf beiden Seiten das Meer sehen.
In der Nähe von Bastia steuern wir wieder den Camping San Damiano an. Der Campingplatz ist wieder sehr gut besucht. Trotzdem finden wir einen guten Stellplatz für die Nacht - Meerrauschen inklusive.
Am Abend kriegen wir noch Besuch von einer anhänglichen Katze.
 
Freitag, 30. September 2016
Schon früh am Morgen verabschieden wir uns von der Katze, verlassen den Campingplatz und fahren zum Fährhafen. Alles ist bestens ausgeschildert und nach einer kurzen Warteschlaufe werden wir zügig nach Vorne durchgewunken. Ein Zöllner schaut kurz desinteressiert in unser Fahrzeug und schon fahren wir auf die Fähre. Wir werden durch den gesammten Rumpf ganz nach vorne gewiesen. Hier müssen wir uns ganz klein machen (Rückspiegel rein) und zehn Einweiser weisen uns mit zehn verschiedenen Richtungsangaben ein. So geht das nicht. Das wird auch dem Personal klar, welches nun miteinander zu streiten beginnt. Irgendwann übernimmt einer das Kommando und weist uns in eine Minilücke ein. Als über uns eine zusätzliche Laderampe heruntergelassen wird, schrammt diese nur Zentimeter an unserem Heck vorbei. Deshalb also das Gedränge. Wir gehen an Deck, schnappen uns zwei Liegestühle und geniessen eine wunbderbare Überfahrt.
Auf Italienischem Boden steuern wir den Camping Sole in Varazze an. Das wars für Heute.
 
Samstag, 01. Oktobert 2016
Die Rückreise führt uns über den St. Bernhard (bzw. durch den Tunnel) in die Schweiz. Korsika hat uns ein weiteres Mal mit prächtiger Natur verwöhnt.