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Tipple Tree Beya

Das Bladen Waldreservat, dessen Gründung auf das Jahr 1954 zurück geht, legt sich über einen tropischen, äusserst schroffen, Kalksteinhaltigen Teil des südlichen Maya-Gebierges. Es liegt auf einer Höhe von 270 bis 820 müM. Die seither oftmals veränderte Schutzzone hat eine Fläche von rund 44 800 ha. Der Wald im Reservat wird so bewirtschaftet, dass kranke Bäume gekennzeichnet und entfernt werden um Lebensraum für neuen Holzwuchs zu schaffen. Zumindest bis 1996 war das Reservat nicht sehr einfach zu erreichen. Ein etwa vier stündiger Fussweg führt an die Reservatsgrenze. In umliegenden Unterkünften bietet sich die Möglichkeit, organisierte Touren zu buchen. Die beste Reisezeit dürfte in den Monaten Januar bis März sein. Dabei sollte immer berücksichtigt werden, dass nirgends im Land so viel Regen fällt wie hier (2 500 mm/Jahr). Das heisse, regnerische Wetter sorgt in diesem Gebiet für üppiges Pflanzenwachstum und auch die überall im Lande gefürchteten Hurricans konnten dem Wald nur wenig Schaden zufügen. Das Reservat wird noch von den Kekchi und Mopan Maya-Völkern bewohnt. Wandmalereien in den zahlreichen Höhlen des Reservats lassen darauf schliessen, dass die Gegend eine grosse Maya-Vergangenheit hat.
Ursprünglich galt der Schutz dem hohen Vorkommen an Mahagoni hölzern. Neuzeitlich gilt der Schutz dem hohen, biologischen Wert und dem immensen Wasservorkommen, welches sich Jährlich im Reservat ansammelt und für trockenere Regionen von grosser Wichtigkeit ist. Bei einigen Expeditionen der Neuzeit wurden in diesem gebiet neue Pflanzenarten nachgewiesen. Die Wälder bestehen aus Breitblättrigem Regenwald, Gebiergswald, Kieversavanne und sekundärem Regenwald. Viele Pflanzensorten, darunter 68 (!) verschiedene Farn-Sorten wurden im Park bereits gezählt.
Bei einer Zählung wurden über 200 Vogelarten nachgewiesen, womit der grossteil von Belizes-Vogelwelt im Reservat vertreten sein dürfte. Zwei neue Froschsorten, welche für Belize bislang nicht bekannt waren, wurden in den vergangenen Jahren nachgewiesen. Hierbei handelt es sich um die Laubfrosch-Arten Hyla minera und Hyla bromeliacea. Der Säugetierbestand ist nur ungenügend erforscht.


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