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  Reisebericht Italien / Toskana

 

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Samstag, 25.06.2016 - Reise ins Valle d`Aosta

Am Tag unserer Abreise ist auch die Fussball-EM in der entscheidenden Phase angelangt. Die Schweiz hat sich einem kleinen Wunder gleich, in das Achtelfinale gespielt. Unser Plan sieht nun vor, möglichst rasch über den grossen St. Bernhard ins Valle d`Aosta zu fahren und dort mit ein paar heissblütigen Tifosi das Fussballspiel Schweiz-Polen im TV zu verfolgen. Bei sommerlichen Temperaturen kraxelt unser Landy schon bald die steilen Kehren zu der Tunnelröhre des Passes empor. Dabei schwenkt die Motortemperatur gefährlich in den roten Bereich. Zeit, einen Trick zu testen, den wir irgendwann in einem Tagebuch einer Mexikoreisenden gelesen haben. Trotz sommerlichen Temperaturen lassen wir die Heizung an und hoffen, dass die heisse Temperatur des Motors in den Innenraum geblasen wird und von da, durch die heruntergekubelten Fenster, auch gleich wieder raus ins Freie gelangt. Tatsächlich! Das Experiment gelingt! Voller Übermut lassen wir die teure Tunneldurchquerung aus und schlängeln uns über den Pass. Alles klappt bestens und wir brausen auf der anderen Seite in die Talsohle. Hier verpassen wir die Ausfahrt was uns zu einem grösseren Umweg zwingt. Zwei Tunnel und ein kurzes und sündhaft teures Autobahnstück später erreichen wir den schmucke Camping Monte Bianco. "Ihr könnt das Fussballspiel oben, bei der Einfahrt zum Camping schauen. Dort hat es eine Bar mit TV", versichert uns der freundliche Campingbesitzer.
45 Minuten vor Anpfiff laufen wir los und setzen uns vor den riesigen, pickefeinen Grossbildschirm. "Das Spiel beginnt um 15.00 Uhr" versichert uns der Barbesitzer und gibt uns das bestellte Apéro. Ein niedlicher Tierfilm begleitet uns dazu. Ein Tierfilm der auch um 14.50 keine Anstalten macht, ein Ende zu finden. Wir schauen etwas böse zur Theke und deuten auf die Uhr. Was wir ernten ist ein entschuldigendes Schulterzucken. "Das Spiel läuft nur im Pay-TV" und das haben wir hier nicht. Überhaupt hat das Gerät nur ein paar wenige Sender - Es wird kostenlos "schwarz" betrieben. Die etwa zehn Gäste wollen uns nun helfen. Beratschlagen sich und kommen gemeinsam zur Einsicht, dass das Pub, dreihundert Meter - oder zwanzig Minuten - je nach Ansicht, in östlicher Richtung das Spiel zeigt. Wir bezahlen, verabschiden uns, stehen auf und laufen los. Schnell einmal ist der erste Kilometer abgelaufen und das Spiel vermutlich in der zehnten Minute. Weitere fünfzehn Minuten später stehen wir vor einem verschlossenen Pup. Ende - Feierabend.
Gemütlich spazieren wir nun zurück und entdecken auf der anderen Strassenseite ein kleines Bistro. Wir beschleunigen, gehen über die Strasse und kommen in einen Raum mit laufenden TV-Apparat.
Eine Frau kommt uns entgegen. "Möchtet Ihr etwas essen oder trinken". "Ja gerne - und dazu auch gleich bitte das Fussballspiel schauen". In dem Moment dreht sich der Koch, welcher gemütlich vor dem TV sitzt und vermutlich seine Lieblings-Soap guckt zu uns um: "Heute geschlossen" brummt er. "Danke Tschüss!".
Es will nicht sein und gesenkten Hauptes spazieren wir zurück zum Camping wo es sich Carole nicht nehmen lässt, dem Personal der Bar ein grosses Dankeschön für den kleinen Spaziergang auszurichten.
Wir hören uns das Fussballspiel nun im Radio an, sammt Verlängerung und Elfmeterschiessen und anschliessendem Lichterlöschen für die Schweizer Nationalmannschaft - Aber nicht für uns. Wir suchen ein kleines Restaurant in der Nähe auf und lassen uns vorzüglich verköstigen.


Camping Monte Bianco
Schattiger Stellplatz
 
 

Sonntag, 26.06.2016 - Ankunft

Früh starten wir den Motor und fahren über eine steile Rampe aus dem Campingplatz hinaus. Die Autobahnauffahrt ist schnell erreicht und schon bald brausen wir über das flache Teilstück zwischen Piemont und Ligurien. Vor Genua wird die Landschaft wieder hügelig und abwechslungsreich. Genua selber empfängt uns wie immer rostig und mit zahllosen Brücken und Tunneln. Dann gehts wieder ins Flache und nun zeigt sich das typische Landschaftsbild der Toskana.
Im Marina di Bibbona steuern wir den Camping le Epseridi an, der uns von Freunden empfohlen wurde. Bei unserer Ankunft ist gerade Siesta und wir können erst in vierzig Minuten auf das Gelände fahren. Trotzdem werden wir von einem Golfwagen abgeholt und los gehts zur Erkundung. Direkt zu Vorderst, hinter den Dünen des Sandstrandes, finden wir einen passenden Stellplatz. Wieder zurück bei der Reception absolvieren wir das Anmeldeprozedere und erhalten - oh Schreck - ein Armband, welches die nächsten Tage unser Handgelenk ziert. "Muss das sein?" "Ja, es muss" meint die nette Empfangsdame. Wenig später öffnet sich die Barriere und ein riesiges Concorde Wohnmobil folgt uns, welches so ganz nebenbei auch gleich alle vorstehenden Pinienäste zu passender Länge stutzt.
Wir richten uns ein und schnappen uns die Badesachen. Ein langgezogener Sandstrand begrüsst uns. Mit ihm leider auch etwa fünfhundert Badegäste - Es ist Wochenende. Wir laufen über den langgezogenen Sandstrand in nördliche Richtung. Schon bald ist alles überschaubar. Aus Schwemmholz gezimmerte Strandhäuschen wecken schon bald unser Interesse. Die Dinger sind recht professionell zusammengebastelt. Wieder zurück stürzen wir uns in die recht hohen Wellen und geniessen die Abkühlung. Der Abend schenkt uns noch einen prächtigen Sonnenuntergang und mit zahlreichen Deutschen verfolgen wir das abendliche Fussballspiel.

Strand in Marina di Bibbona
Spaziergang
Strandhaus
Seebälle - von Wellen geformtes Seegras
Strand
 

Montag, 27.06.2016 - Marina di Cecina

Heute wollen wir mit unseren Klapp-Fahrrädern nach Marina di Cecina radeln. Also fahren wir aus dem Campinggelände und biegen nach links ab, in nördliche Richtung. Nach wenigen Metern verschluckt uns der dichte Pinienwald. Auf dem mit plattgewalztem Nadelgehölz bedeckten Waldweg lässt sich prima fahren.
Schon bald überqueren wir ein paar kleine Holzbrücken, welche moosige Wasserkanäle queren.
Nach etwa vierzig Minuten erreichen wir die Bars, Restaurants und Hotels von Marina di Cecina.
Der langgezogene Strand ist übersät mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. Die beiden Bankomaten, welche wir ansteuern, sind ausser Betrieb. Wir setzen uns in eines der zahlreichen Restaurants mit Meersicht und bestellen eine Pizza. Am Nachmittag radeln wir wieder zurück und gucken uns mit hundert heissblütigen Tifosi das Fussballspiel Italien-Spanien an, welches in einem italienischen Freudentaumel endet.

Mit den Klapprädern im Pinienwald
Pinienwald
Marina di Cecina
Stellplatz auf dem Camping le Esperidi
 

 

Dienstag, 28.06.2016 - Markt in Cessina

Am frühen Morgen laufen wir zur Busstation. Pünktlich auf die Minute kommt das öffentliche Verkehrsmittel und fährt uns in zwanzig Minuten nach Cessina. Wir steigen aus und verpassen bei dieser Gelegenheit, den Busschauffeur zu fragen, wo die Haltestelle für die Rückfahrt ist.
Für den Moment stehen wir direkt am Eingang zum riesigen Wochenmarkt. Hier stürzen wir uns in die kilometerlange Gasse, welche zu beiden Seiten mit Marktständen belegt ist. Bald schon zweigen weitere Gassen mit Marktständen in andere Richtungen ab. Wir ergeben uns dem menschlichen Fluss und lassen uns an den mit allerlei Kleidungsstücken, asiatischem Elektrokram, Decken und was auch immer.. vorbei treiben.
Nach zwei Stunden sind wir müde gelaufen und unser kleiner Rucksack hat Beulen in alle Himmelsrichtungen.
Wir finden zurück zur Bushaltestelle und stehen an der sengenden Hitze. Nachdem zur notierten Abfahrtszeit kein Bus auftaucht, machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof, von wo uns ein Taxi zum zehnfachen Preis des Bustickets zurück zum Camping fährt.
Am Strand hat es heute meterhohe Wellen. Da der mit Kiesel- und Sand bedeckte Strand sofort steil ins Meer fällt, überschlagen sich die Wellen erst kurz vor dem Ufer. Es ist bei diesem Wellengang schlicht unmöglich, ins Wasser zum kommen. Auf dem kilometerlangen Strandabschnitt sehen wir keinen einzigen Badenden.
Am Abend geniessen wir den Sonnenuntergang bei einem kühlen Drink an der Strandbar.

Mittwoch, 29.06.2016 - Strandhaus

Wir bepacken unsere Klappräder mit den nötigsten Strandutensilien und fahren in den Pinienwald. Hier führen verschiedene Öffnungen auf den Sandstrand. Wir finden einen fast menschenleeren Strandabschnitt. Mit angeschwemmtem Holz basteln wir uns einen kleinen, schattigen Unterstand. Das Meer hat sich heute wieder beruhigt. Mühelos können wir ins Wasser und ein paar Runden schwimmen. Unsere Schattenkonstruktion hält zwar ganz gut. Trotzdem spendet sie etwas wenig Schatten, so dass wir am Nachmittag wieder aufbrechen und zurück zum Camping fahren. Später fahren wir noch nach Marina di Bibbona. Auch hier ist der Bankomat ausser Betrieb. Das Dorf ist überschaubar. Ein paar Restaurants, Souvenier- und Kleidergeschäfte. Das Abendessen geniessen wir im Restaurant des Campingplatzes. Ein hölzerner Pavillion, der die Gäste in Mitten der Dünen empfängt, lädt zum Verweilen ein. Das bestellte Nachtessen schmeckt vorzüglich.

Donnerstag, 30.06.2016 - Dolce Far Niente

Heute geniessen wir noch einmal unseren schmucken Stellplatz, das angenehm warme Meerwasser und am Abend die Strandbar.

Freitag, 01.07.2016 - Rückfahrt

Um etwa 08.30 Uhr fahren wir los. Obwohl am Freitag auch einige Lastwagen unterwegs sind, kommen wir wieder zügig voran. Wir fahren bis zur Passstrasse welche sich zum Grossen St. Bernhard hinauf schlängelt. In Gignod finden wir den Camping Europe. Hier legen wir eine letzte Pause ein.
Morgen fahren wir über den Pass zurück.

Stellplatz
Improvisierter Sonnenschutz
Strandhäuschen
Toskanische Mauereidechse
Nächtliche Idylle
Camping Europe
 

 

1.-3. Tag - Bangkok 4.-6. Tag - Phitsanulok 7.-12. Tag - Chiang Mai 13.-19. Tag - Ao Nang