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  Reisebericht Italien / Adria


Italien (1`420 km)

Samstag, 24.06.2017 - Reise ins Valle d`Aosta

Nach einer hitzigen Juni Woche soll es in der Schweiz wieder abkühlen. So fassen wir den Entschluss, uns mit unserem Landi an die nördliche Adria-Küste zu begeben. Für eine Woche Kurzurlaub lockt auch die relativ kurze Anreise von weniger als 700 Kilometern.
Unsere Reise führt über den grossen St. Bernhard, wo wir die teure Tunneldurchquerung zugunsten des Fahrgenusses über den Pass sausen lassen.
Ein kurzer Halt an einem Gebirgsdach lässt die erhöhte Motoren-Temperatur etwas abkühlen. Selbst das sonst immer patente Heizen der Innenkabine hat dem Motor zu wenig heisse Luft entzogen.
Nach dem Halt geht`s über den Pass und direkt zum Camping Tunnel.
Diesen Campingplatz hatten wir schon länger auf der Liste. Wir bekommen einen Stellplatz von überschaubarer Grösse auf einer etwas abgeschiedenen, unterhalb der terrassierten Stellflächen angelegten Parzelle zugewiesen.
Im Campingeigenen Restaurant kann man sich mit selber hergestelltem Bier verköstigen. Ich schnappe mir das Bier "Amy" welches den Namen unseres Kätzchens trägt und folglich auch genauso dunkel wie unser Vierbeiner ist.
Im kleinen Schwimmbecken tummeln sich einige Gäste und wir lassen auf der gemütlichen Terrasse des Restaurants unsere Seele baumeln...
Du Sonne brennt heute heissglühend vom Himmel, so dass wir uns frühzeitig in die schattigen Gassen von Étroules verziehen. Das hübsche Bergdorf liegt auf 1`280m und ist über eine malerische Fussgängerbrücke schnell erreicht. Die geschmückten Gassen bezaubern und das Restaurant "La Croix Blanche" verwöhnt uns mit tollem Service und einer formidablen Küche - ein echter Geheimtipp.


Zwischenhalt
Camping Tunnel
Nach Étroules
Alter Wäscheplatz
Blickfang
 

Sonntag, 25.06.2017 / Montag 26.06.2017 - Adria

Die Autobahn von Turin über Mailand nach Venedig gehört zu den unangenehmen Seiten unserer Reise.
Schnurgerade führt sie an endlosem Industrie und Gewerbe vorbei. Glücklicherweise ist heute Sonntag und die grossen Brummis haben den verordneten Ruhetag.
Da Venedig unser Hauptreiseziel ist, verlassen wir die Autobahn bei Jesolo, wo auch gleich strömender Regen einsetzt.
Das Wetter passt wunderbar zur Lagune von Venedig, die sich neben der Strasse ausbreitet. Den zahlreichen Wasservögeln bietet der strömende Regen die Lebensgrundlage. Ganz anders sehen das die zahlreichen Wochenend-Ausflügler, welche das Touristenzentrum schon fast fluchtartig in unserer Gegenrichtung verlassen.
Wer im europaweit grössten Campingareal um Jesolo einen Platz sucht, hat die Qual der Wahl. Wir mögen es eher bescheiden und klein, also steuern wir direkt auf den Camping Villa Al Mare zu. Eine Wahl, die wir während unserem ganzen Aufenthalt nicht bereuen.
Bei immer noch strömendem Regen richten wir uns ein. Bald schon kommt etwas Sonne und wir sehen uns etwas um. Der feine Strand befindet sich in Wurfweite zu unserem Stellplatz. Der Stellplatz selber hat Wasser und Strom. Ein kleines Restaurant und ein Pool sind ebenfalls in der Nähe.
Ein kleiner Spaziergang führt dem Strand entlang. Einige Quallen wurden durch das Unwetter an den Strand gespült. Der Camping steht ziemlich am Anfang der Jesolo Halbinsel. Charakteristisch ist der grosse Leuchtturm "Faro di Piave Vecchia", welcher in militärischem Sperrgebiet steht und den Strandsektor abschliesst.
Am nächsten Tag besorgen wir uns Tickets, um mit Bus und Schiff nach Venedig zu reisen.
Das Abendessen im "Al Faro Del Gattopardo", einem kleinen Restaurant beim privaten Hafen, ist eine Empfehlung.

Villa Al Mare
Camping Pool
Strand
Beim Restaurant "Al Fargo Del Gattopardo"
Camping Idylle
 

Dienstag, 27.06.2017 / Mittwoch, 28.06.2017 - Venedig und Strand

Der Bus kommt mit etwa fünf Minuten Verspätung. In italienischer Rennfahrer-Manier muss der Rückstand eingeholt werden. Interessiert beobachte ich einen eben eingestiegenen Fahrgast. In aller Ruhe kramt er neben dem Chauffeur stehend in seiner Tasche herum - bis es diesem zu bunt wird. Türe zu, Vollgas, Abfahrt. Und der Ärmste wird wie ein betrunkenes, aufrecht stehendes Erdmännchen durch die Sitzreihen gereicht.
Irgendwie schafft es der Fahrer die paar Minuten Verspätung wieder Wett zu machen.
Das hat für uns wiederum den Vorteil, dass wir das Schiff nach Venedig gerade noch erreichen. Venedig bezaubert uns den ganzen Tag über mit dem angeborenen, morbiden Charme. Auffallend wenig Touristen tummeln sich am frühen Morgen in den Gassen und bei den Sehenswürdigkeiten. Den ganzen Tag über lassen wir uns treiben, geniessen die feinen Kaffes und fahren dem Canal Grande - dem Verkehrsweg für alles und jeden - auf und ab. Bei einem Masken-Maler kaufen wir uns eine signierte Maske. Hollywood-Grössen wie Sandra Bullock oder Tom Hanks waren wir schon zu Gast. "Alles ganz normale Leute" meint der Künstler.
Am späten Nachmittag verlassen wir die schwimmende Stadt voller Eindrücke.
Den nächsten Tag werden wir am Strand geniessen und ein heftiges Unwetter erleben, welches uns triefend nass von einem kurzen Strand-Spaziergang zurückkommen lässt.

Verzierung vor der Seufzerbrücke
 
Markusplatz
Die 1588 erbaute Rialtobrücke
Masken-Maler
Masken
Murano Glas
Ambulanz
Canal Grande
Kunst
Gondolier
 

Donnerstag, 29.06.2017 - Garda See

Die Autobahn nach Mailand wird heute von Smartphone spielenden LKW-Fahrern, Valentino Rossis und Ayerton Sennas torpediert. Kein Wunder gelangen wir schon nach kurzer Fahrt zu einer veritablen Massenkarambolage, die sich glücklicherweise ein paar Sekunden vor unserer Durchfahrt ereignet hat. Nun liegen die Trümmerhaufen verstreut auf der Autobahn und die eben noch an uns vorbeigerauschten Rennfahrer kriechen aus Ihren zerbeulten Blechdosen, welche früher noch Autos waren und fragen sich, wie das passieren konnte...
Wir sind froh, die Rennbahn nach etwa zwei Stunden zu verlassen und am beschaulichen Gardesee mit dem Camping Bergamini einen kleinen, beschaulichen Campingplatz zu finden. Der direkt darunterliegende Strand ist schnell erreicht und der See kühlt uns wieder auf Betriebstemperatur.
Das nahe Peschiera del Garda erreichen wir über die langgezogene Strandpromenade. Im beschaulichen Städtchen spazieren wir durch die engen Gassen und bestaunen die alte Stadtmauer. Leider kann das Essen im "Vecchio Mulino Beach" nicht ganz mit der tollen Lage und dem ansonsten gemütlichen Ambiente mithalten.
Am Abend wird es dann recht laut. Die Saison ist noch jung und die Partys geprägt von Übermut und Ausgelassenheit.

Freitag/Samstag, 30.06./01.07.2017 - Heimreise

Nach Mailand beruhigt sich der Autobahnverkehr schlagartig. Ab hier können wir gelassen in das Aosta Tal fahren, wo wir in das grüne Matterhorn Tal einbiegen. Mit dem Camping Glair am Lago di Maen finden wir einen bezaubernden Naturcamping. Nach einem kurzen Spaziergang um den kleinen Stausee geniessen wir das Rauschen des Torrente Marmore, der direkt an unserem Stellplatz vorbei fliesst.
Am nächsten Tag fahren wir durch den Tunnel des Grossen St. Bernhard zurück in die Schweiz.

Camping Bergamini
Gardasee
Peschiera del Garda
 
Zaungast
Lago di Maen
Camping Glair
 

 

1.-3. Tag - Bangkok 4.-6. Tag - Phitsanulok 7.-12. Tag - Chiang Mai 13.-19. Tag - Ao Nang