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  Reisebericht Frankreich 2018
Provence + Cote d`Azur

Frankreich (Provence + Cota d`Azur(1`600 km)

Samstag, 21. April 2018
Nachdem auch in unserer Heimat der Sommer mitten in den Frühling geplatzt ist, folgen wir dem Duft der Blüten und treten ohne grosse Vorplanung eine Reise in den Süden unseres grossen Nachbarlandes an.
Eine erste Fahrt bringt uns auf den Camping Floral.
Kurz vor der Einfahr auf das Gelände, starren wir noch auf vier aktive Kühltürme eines AKW`s. Kaum passieren wir aber das Tor, stehen wir in einem
mit viel Grün und blühendem Flieder bewachsenen Idyll.
Bei 30° Lufttemperatur schmorren wir kurz darauf in unseren Liegestühlen und lassen es uns gut gehen.
Im netten Restaurant bestellen wir uns zum Abendessen eine Pizza aus dem Steinofen.

 

Sonntag, 22. April 2018
Während wir am nachsten Tag auf die Autobahn einbiegen, staunen wir über die Blütenpracht, welche sich über die gesammte Provence ausbreitet. So fällt uns der Entschluss leicht, die Schnellbahn so rasch wie möglich zu verlassen und unseren Landi fortan über schmale Strässchen durch die blühende Pracht zu steuern.
Bei zwei altertümlichen Dörfchen, Sablet und Séguret, machen wir Halt und schlendern durch die steinernen Gassen.
Séguret vermeldet direkt beim Eingang, eines der schönsten Dörfer Frankreichs zu sein. Das mit vielen geschmückten Privathäusern verbaute Séguret macht Eindruck und dürfte tatsächlich in den Top 50 von Frankreichs schönsten Dörfchen landen.
Die Weiterfahrt führt uns dann auf den
Camping des Favards.
Der Platz gehört einem Winzer, der nebenbei Campinggäste empfängt. Die Stellplätze sind sehr gross (100m2) und riesig (200m2).
Während wir den vom Winzer empfohlenen Wein geniessen, starren wir auf die meterhohen Thujahecken und denken an den Gärtner, der die Ungetüme gelegentlich stutzen muss.

 

Montag, 23. April 2018
Erstmals versüsst uns eine Kapselmaschine den Morgen. Das sperrige Gerät haben wir passgenau in einen der Schränke gezimmert. So lässt sich genussvoll in den Morgen starten.
Wir fahren noch eine Weile durch grossflächige Weingüter der Provence und steuern irgendwann auf die Autobahn in Richtung Cote d`Azur. Am frühen Nachmittag erreichen wir den riesigen Camping du Domaine.

Das Wort "riesig" ist nicht etwa eine Übertreibung. Im Hochsommer dürften die 1`200 Parzellen zu einem unvorstellbaren Gewusel am feinsandigen Strandabschnitt sorgen. Um diese Jahreszeit wird uns die Unterbelegung ein paar erholsame Tage beschehren.
Die nette Dame am Eingang meint es gut, als sie uns einen Platz in der zweitvordersten Reihe zuweist.
Hier stehen die Dauergäste jedoch so eng dass wir uns rasch dazu entschliessen, ein etwas zurückversetztes Hochplateau auszuwählen, wo wir für die nächsten Tage freie Meersicht und Entspannung finden.
Abend gehen wir noch zum Hafen von La Favière, wo sich ein Kraken im Hafenbecken tummelt. Ich werfe ein kleines Kiselstück in seine Nähe, und tatsächlich fährt das interessante Tier einen seiner Tentakel aus, um den Stein zu begutachten.

 
 

Dienstag, 24. April bis Montag 30. April 2018
Die nächsten Tage geniessen wir unseren Stellplatz und die Umgebung. Das nächste grössere Städtchen, Le Lavandou, erreichen wir über einen mit Holzlatten ausgelegten Sidewalk.
Vorbei an einladenden Strandcafés gelangen wir so in das etwa 2.5 km entfernte, ehemalige Fischerstädtchen.
Savoir vivre - verstehen zu leben. Das können die Franzosen! Hier pulsiert das Leben entlang der Strandpromenade. Boule-Spieler werfen Ihre Kugeln auf die dafür vorgesehenen Sandbahnen.
Wir setzen uns in eines der zahlreichen Strassencafés und beobachten das Treiben.
Ein Windjammer, der 44m lange Nachbau der Hermione, segelt entlang der Küste.
Eines Tages werden Millionen von Segelqualen an das Ufer gespühlt. Die ungefährlichen Tierchen verenden auf dem kilometerlangen Stradabschnitt. Ich schwimme im gut 18°Grad kühlen Wasser zwischen den Tieren ein paar Züge und muss dann klein bei geben.
Der Donnerstag steht im Zeichen des Wochenmarktes von Le Lavandou. Der bunte Markt zieht uns in seinen Bann.

Ein Sentier
Littoral führt entlang der felsigen Küste nach Westen. Hier krabbeln wir über den Pfad und starren in das glasklare Wasser.
Auf dem Camping machen wir Bekanntschaft mit Maggy und Udo aus Deutschland, führen interessante Gespräche und geniessen die Zeit.
An Sonntag besuchen wir das Fetes de Pecheur, wo sich ein Alleinunterhalter an grossen Klassikern übernimmt. Trotzdem bilden sich Paare und es wird freudig getanzt.
Auf einem unserer Spaziergänge entdecken wir in einem Meerzufluss eine VIpernatter. Die wunderschön gezeichnete Schlange sucht zwischen den Steinen nach kleinen Fischen und Kaulquappen.
So vergehen die Tage äusserst unterhaltsam und abwechslungsreich.

 

Dienstag, 01. Mai 2018 bis Mittwoch 02. Mai 2018
Nach einer schönen Küstenfahrt erreichen wir den Camping le Dramont.
Auch dieser Camping hat direkten Meerzugang. EIne kleine Insel mit Burg, die Ile d`Or, liegt etwa 200 Meter vor der Küste und ein grosses Denkmal im Andenken an die Landung der Alliierten, welche hier 1944 gelandet sind, steht direkt vor dem Badestrand. Zahlreiche Taucher haben sich auf dem Camping eingefunden, um die faszinierende Unterwasserwelt um die Ile d`Or zu erkunden. Der Camping selber hat sogar eine Tauchschule.
Am nächsten Tag wandern wir entlang der Felsküste, über den Sentier Littoral. Der schmale Pfad gibt immer wieder faszinierende Blicke auf die tollen Felsformationen frei. Nach einer Stunde gelangen wir so zu einer kleinen Bucht mit Camping und Restaurant.

 

Donnerstag, 03. Mai bis Samstag 05. Mai 2018
Für den Rückweg planen wir drei Etappen ein. Den
Camping Vallée Heureuse finden wir nördlich von Marseille. Das Gelände des Campingplatzes wird von hochaufragenden Felsformationen des Wildparks Alpilles eingefasst. Am Eingangsbereich liegt ein idyllischer, kleiner See. Nachdem wir uns eingerichtet haben, machen wir einen kurzen Spaziergang und geniessen den Nachmittag in dieser schönen Umgebung.
Am nächsten Tag folgt die zweite Etappe, die uns kurz nach Lyon auf den Camping l`Escapade führt. Unser Stellplatz befindet sich direkt am Fluss Ain. Hier blüht es in allen Farben und der Blütenduft verbreitet sich über das ganze Campinggelände.
Wir spazieren über einen Trampelpfad entlang des gemächlich dahinfiessenden Flusses. Eine Brücke führt uns in die Ortschaft Priay mit Trödlerladen und ein paar Restaurants.
Am nächsten Tag folgt die dritte Etappe die uns über Genf wieder in die Heimat führt.