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  Reisebericht Frankreich Côte d`Azur 2015

Frankreich Côte d`Azur

Samstag, 28. März 2015
Seit der Marokko-Reise ist unser Land Rover kaum mehr bewegt worden. Als Folge springt um 9.00 Uhr morgens der Motor nicht an. Wir reden gut zu und überbrücken mit dem Batterieladegerät. Na also, geht doch.
Wir fahren über Genf und halten uns dann östlich, um in der Nähe von Grenoble eine Bleibe für die Nacht zu finden.
Bei Bramans treffen wir auf den Camping La Val d`Ambin.
Der Camping ist zwar geschlossen, trotzdem können wir auf der grossflächigen Wiese gratis übernachten.
Das angrenzende Dorf ist ganz schmuck, mit urtümlichen Gassen und alten Häusern. Die Geschichte von Bramans wird auf Schautafeln mit teils uralten Fotos eindrücklich dargestellt.

 


 

Sonntag, 29. März 2015
Am Morgen bestaunen wir die vom Morgenlicht besonnten Alpenkämme. Die Fahrt führt uns am
Fort Victor-Emmanuel vorbei, welches im Jahr 1818 zum Schut z des Königreichs Sardinien, dem die Gegend angehörte, erbaut wurde. Da alle Pässe wegen Schnee geschlossen sind, führt unsere Route durch den Mont Blanc Tunnel. Den grossen Reibach mit der Umfahrung des überteuerten Grossen Sankt Bernhard Tunnel konnten wir also nicht machen. Es fallen Kosten in der Höhe von 57 EURO an. Dafür finden wir auf italienischer Seite bei Valdieri den sympathischen Camping Valle Gesso.
Hier lassen wir uns die Sonne auf den Winterpelz scheinen.

   
 
Montag, 30. März 2015
Der Col-de-Tende-Strassentunnel war bei seiner Einweihung im Jahr 1882 einer der längsten Strassentunnel der Welt. Heute ist die 3.2 km lange Röhre eine grosse Baustelle, die uns 10 Minuten warten lässt.
Auf französischer Seite biegen wir ab nach Sospel, einem hübschen Dörfchen in den südlichen Ausläufern der Alpen. Wir schauen uns das Dorf an und fahren anschliessend über eine der verrücktesten Strassen Europas Richtung Niza. Haarnadelkurve reiht sich an Haarnadelkurve. Vor allem Rechtsdreher haben es in sich. Landrover auf Gegenspur einfahren, Kurve mit engstem Einschlag schneiden und auf Gegenspur wieder ausfahren und dabei natürlich den Gegenverkehr im Auge behalten, wobei auch mal die Hupe zum Einsatz kommt.
Nun ja, irgendwie schaffen wir das gute Stück und landen irgendwann auf Meereshöhe. Villeneuve-Loubet beschenkt uns dafür mit einem einem gemütlichen Camping.
Wir gehen noch rasch ans Meer, besorgen Einkäufe und wollen am nächsten Tag von hier mit dem Zug nach Cannes fahren.

 
 

Dienstag, 31. März 2015
Wie beabsichtigt, bringt uns die Bahn in etwa 20 Minuten nach Cannes. Hier flanieren wir bei 29°C im Schatten entlang der Strandpromenade, dem berühmten Boulevard de la Croisette, bestaunen die überdimensionierten Jachten im Hafen und steigen empor zur mittelalterlichen Burg, von wo man einen fantastischen Ausblick über die Stadt geniesst.
Wir stellen fest, das Cannes auch heute noch über das mondände Flair der Vergangenheit verfügt.
Eine beschauliche, herausgeputzte Prinzessin am Mittelmehr. An der Croisette nehmen wir uns zwei Stühle, stellen diese an die Brüstung zum Meer und geniessen den Ausblick auf die vorgelagerten Inseln Saine-Marguerite und Saint-Honorat. Im Rücken trohnt das Carlton, in dem seit 1911 Filmsterne ein- und aus gehen.
Zurück am Bahnhof beobachten wir einen Disput zwischen zwei Passanten, bei dem auch noch die Security herbeigezogen wird.

 
Mittwoch, 01. April 2015
Entlang der Küste fahren wir in Richtung Saint-Tropez. Das rote Gestein der Felsenlanschaft ist beeindruckend. In Port Grimaud finden wir den Camping de la Plage, der seinem Namen Ehre macht und wirklich direkt am Strand liegt. Die Sonne scheint und wir geniessen den Tag.
 

Donnerstag, 02. April 2015
Die Fahrräder klappen sich auf und wir radeln in etwa 30 Minuten nach Saint-Tropez. Die einstige Künstlerstadt präsentiert sich sauber herausgeputzt. Die grossen Touristenströme sind noch in weiter Ferne und man kann gemütlich durch die wenigen Gassen und entlang des Hafens spazieren.
Wir verpflegen uns im "Senequier", welches einem mit der roten Markise quasi reinzieht. Die gesalzenen Preise (8.50 EURO für eine Cola) sind dann eher unappetitlich.
Im Sommer werden wieder täglich an die 100`000 Besucher über das 5`000 Seelendorf herziehen. Da haben wir es heute doch wesentlich gemütlicher.
Auf der Rückfahrt machen wir noch in Port Grimaud, dem klein Venedig in Südfrankreich, Halt. In den 60er Jahren wurde hier eine Sumpflandschaft trocken gelegt um eine zu jener Zeit einzigartige Tourismussiedlung auf die Beine zu stellen. Heute ist das Städtchen Vorbild beim Bau ähnlicher Projekte wie den Palm Islands vor Dubai.

 

 

Freitag, 03. April 2015
Unterwegs in die Camargue nehmen wir auf der Autobahn die falsche Abzweigung und halsen uns so 30 zusätzliche Kilometer auf. Über Arles gelangen wir dann letztlich doch noch in das berühmte Landwirtschafts- und Naturschutzgebiet. Die typischen, weissen Camargue-Pferde und zahlreiche Wasservögel sind uns schon von früheren Reisen vertraut. Trotzdem ist das urtümliche, wilde Flair der Camargue immer wieder ein Genuss für die Augen. Auf dem Camping de la Brise sind nur einzelne Abschnitte geöffnet, was auf diesen wiederum zu einem ziemlichen Gerangel führt. Wir beschliessen, Saintes-Maries de la Mer noch heute zu besuchen und am nächsten Tag weiter zu fahren.

 

Samstag, 04. April 2015 - Montag, 06. April 2015
Auf der Rückfahrt durch die Camargue sehen wir in der angrenzenden Böschung eine grosse Bisamratte in einen Kanal springen.
Wir suchen Meeresluft und Entspannung. Der Camping Les Tamaris in Frotignan kommt da wie gelegen.
Für drei Nächte haben wir einen tollen Stellplatz, das Meer vor der Türe und Sonne ohne Ende...
Am Montag können wir uns dann doch noch aufraffen, klappen die Fahrräder auf und radeln nach Frotignan.
Frotignan liegt an einem kleinen Kanal, etwas abseits des Meeres. Abgesehen von der kleinen Altstadt hat das Städtchen wenig zu bieten. Auf dem Rückweg sehen wir eine grosse Flamingo-Kolonie.

 
Dienstag, 07. April 2015
Nun fahren wir nordwärts und erreichen nach etwa 1 1/2 Stunden Anduze. Unterwegs verzückt uns wieder eine Flamingo-Kolonie. Der Camping liegt am Fluss "Le Gardon d`Anduze". Ein kurzer Spazierweg führt ans Flussufer mit Blick zur charakteristischen Brücke.
 

Mittwoch, 08. April 2015
Die Fahrt geht weiter nordwärts nach Sain-Sauveur-de-Cruzières wo wir einen schönen Camping an der "La Claysse" finden. Mit dem kleinen Flüsschen haben wir direkt ein Biotop an unserer Parzelle. Zahlreiche Fische und Frösche bevölkern das Gewässer. Als sich auch noch eine kleine Wasserschlange über das Gewässer schlängelt, ist der Eindruck von einem intakten, kleinen Naturreservat perfekt. Einzig ein paar wummernde Boxen aus dem Dörfchen trüben diesen Eindruck. Wir laufen entlang des Gewässers und kommen auch schon bald in ein dichtes Waldstück, in dem ein schmaler Betonsteg eine Brücke ans andere Ufer bildet.
Wieder zurück geniessen wir den sonnigen Tag beim jassen und im Liegestuhl.

 

Donnerstag, 09. April 2015
Das Früstück geniessen wir an "unserem" Biotop. Danach fahren wir weiter und finden nahe Vienne, bei Le Gontard, den Camping le Bontemps. Der Fluss "La Varèze" umfliesst den Campingplatz. Es hat sehr wenige Camper auf dem Grossen Areal, die Saison ist gerade erst eröffnet.
Im Restaurant des Campingplatzes werden wir nett bedient und essen fein zu Abend.

 
Freitag, 10. April 2015
Das Wetter ist nun eher durchzogen, so dass wir bereits heute den Heimweg antreten. Wir machen alles zur Abfahrt bereit, wobei wir von einem Rotbrüstchen beobachtet werden. Es sagt uns, was für faule Gesellen wir doch auf dieser Reise waren und hat damit nicht ganz unrecht. Wir liessen uns vom angenehm warmen Klima so richtig einlullen und kamen kaum in die Gänge. Nun ja, auch so darf eine Reise mal sein...