Titelleiste
logoicon
Home
  Reiseberichte
  Reisebericht Frankreich Auvergne 2013

Frankreich Auvergne (1`650 km)

Freitag, 21. Juni 2013
Unsere Reise in die Auvergne beginnt mit einem Firmenausflug am Wohlensee. Den Landy parken wir für die Nacht standesgemäss in einem kleinen Waldstück beim Wehr in Mühleberg..
Die Überraschung ist gross, als wir zum Grillfest auf ein Floss eingeladen werden, das nun mit uns und dem Grillmeister eine komplette Runde auf dem Wohlensee dreht. Als uns auch noch ein Biber in seinen Bau folgt, ist die Freude gross.

 


 

Samstag, 22. Juni 2013
Nach dem Frühstück fahren wir bereits um 07.00 Uhr ab Richtung Genf.
Irgendwas (vermutlich der feine Wein vom Vorabend) drückt uns gegen Mittag schläfrig auf die Augenlieder.
Von einer Brücke über die Saône erblicken wir nach etwas über 300 Fahrkilometern einen gemütlichen Camping am Fluss.
Tatsächlich finden wir ein idyllisches Plätzchen direkt am breiten, gemütlich vorbeiziehenden Flusswasser.
Abends beobachten wir die Fischer, welche im Minutentakt Fische aus dem Fluss ziehen. Eine Schwanenfamilie begrüsst uns mit ihren Jungen. Auf einem Baum über uns zieht ein Storch sein Junges auf, welches bereits erste Flügelschläge ausprobiert.
Das angrenzende Strandbad verfügt über einen ausgeklügelten Surfboard-Lift, wo sich die athletischen Sportler im Temporausch über das Wasser ziehen lassen.

 
Sonntag, 23. Juni 2013
Die Fahrt führt Richtung Thiers. Unterwegs kaufen wir in einer Bäckerei ein frisches Baquet. Bei Base de Loisirs erweckt ein kleiner See unsere Aufmerksamkeit. Wir parken auf dem nahegelegenen Stellplatz und machen uns auf zu einer kleinen Wanderung in das angrenzende Feuchtgebiet. Zur rechten Seite fliesst der Fluss Dore gemächlich der Allier entgegen. Seine Uferböschungen sind beidseitig mit Pflanzen zugewachsen.
Leider ist es relativ kühl, so dass sich keine Reptilien sonnen. Einige Graureiher nehmen Reissaus, als sie uns hören und am Boden finden wir die Reste eines Hirschkäfers.
An der Allier finden wir dann einen schönen Camping direkt am Fluss. Das Abendessen im Campingrestaurant schmeckt dann leider nicht ganz so gut...

 

Montag, 24. Juni 2013
In Billom ist gerade Markt, als wir dem Dörfchen einen Besuch abstatten. Wir tummeln uns ein wenig in den Gässchen der schönen Altstadt und besuchen den Markt, der die abgesperrte Innenstadt einnimmt.
Ein Markthändler rührt in einem käsigen "Etwas". Unser Franzöisch reicht leider nicht aus, um zu erfahren, um was es ich da genau handelt. Kurzerhand schenkt uns der Martbesitzer eine grosse Portion "Etwas". Dankeschön.
Ein schmales Teerband führt uns nun über ein bezauberndes Hochplateau. Links und rechts der Strasse säumen unzählige Magerwiesen mit Margeriten, Moonblumen und Gingsterbüschen das Landschaftsbild. Wir erreichen das überaus sehenswerte Viverols.
Beim besichtigen der alten Steinmauern und schmalen Gässchen fühlen wir uns wie ins Mittelalter zurückversetzt. Weit und breit ist keine Menschenseele unterwegs. Es herrscht eine gespenstische Ruhe. Als wäre das nicht schon genug, tront eine mittelalterliche Burg über den Dächern von Viverols.
An der Allier finden wir einen Camping direkt am Fluss. Hier wollen wir für zwei Nächte bleiben.

 
 
Dienstag, 25. Juni 2013
Das nahegelegene Langeac versprüht einen gewissen Charme. Zu Fuss sind wir in zehn Minuten im Dorfzentrum, wo gerade der Wochenmarkt seine Zelte und Tresen aufgeschlagen hat. In einem netten Strassenbeizli gönnen wir uns einen Kaffee.
Am Nachmittag klappen wir unsere Fahrräder auf und versuchen uns am Ufer der Allier durchzuschlagen. Doch leider enden die Feldwege in alle Richtungen schon nach ein paar Kilometer.
So radeln wir in den nächsten Super-U um ein paar Einkäufe zu tätigen.
Gegen Abend wirds schon wieder empfindlich frisch und das Nachtessen findet zum wiederholten Male in unserer Kabine statt.
 
 
Mittwoch, 26. Juni 2013
Das Städtchen Mur de Barrez versteckt sich im Hochland der Auvergne. Unterwegs steigen wir aus und machen einen kleinen Spaziergang durch die Wald- und Wiesenlandschaft. Dabei werden wir von ein paar Kühen begleitet. Über verschlungene, schmale Strassen erreichen wir die Ansammlung aus alten Steinhäusern. Wir durchstreiffen die engen, leeren Gassen, die langsam aufsteigen zu einem Aussichtspunkt. Das mittelalterliche Dorf ist einen Besuch wirklich wert.
Danach schlängelt sich die Strasse wieder talwärts und nach längerer Fahrt folgt auf eine enge Rechtskurve eine Traverse über einen Staudamm. Da endecke ich vor dem rechten Reifen eine sich davonwindende Zornnatter von knapp 1.5 m Länge. Ich bremse und Carole springt eiligst aus dem noch rollenden Fahreug, um ein paar Aufnahmen zu machen. Da die Brüstung der Staumauer dem Reptil jegliche Fluchtmöglichkeit nimmt und sie nicht vor hat, in das 20 Meter tiefer liegende Wasserbecken zu fallen, bleibt die Schlange längere Zeit an Ort und Stelle. Wir wollen dem Tier auch nicht länger als nötig Angst einjagen und verabschieden uns nach ein paar Minuten.
Die restliche Fahrt führt während zwei Stunden über bunt blühende Wiesenlandschaft zu einem kleinen Camping an der Allier.
 
Donnerstag, 27. Juni 2013
Die Dusche im eher maroden Sanitärgebäude weckt am Morgen die Lebensgeister. Die Fahrt führt nun zu den beiden Felsnadeln "Roche Sanadoire" und "Roche Tuilliére", die sich wie zwei Gladiatoren gegenüberstehen.
Die kurvenreiche Strecke führt weiter am markanten "Puy de Dome", einem erloschenen Vulkan, zum gleichnamigen Campingplatz.
Nach einem Blick über die Betonmauer des Campings entscheiden wir uns aber zur Weiterfahrt und finden rund eine Stunde später mit Camping Fileture in Ebreuil einen schönen Platz an der "Sioule". Der Landy steht damit zum wiederholten Male auf dieser Reise direkt an einem Fluss.
 
 

Freitag, 28. Juni 2013
Aufgrund des Wetters, das nun für die Jahreszeit untypisch kalt und nass ist, entscheiden wir uns, die Rückreise anzutreten. Dabei besichtigen wir noch das charmante Dörfchen Charroux welches am östlichen Rand der Auvergne steht. Auch dieses Dorf scheint ausgestorben zu sein und die schmalen Gassen teilen wir mit einer streunenden Katze.
Nach etwa der Hälfte des Heimweges finden wir in der Bourgonie einen schönen Camping am Doubs, der hier breit und ruhig an unsrem Plätzchen vorbeizieht.
Froschlaute und Vogelgezwitscher begleiten uns in den Schlaf.
Am nächsten Morgen machen wir uns bei strömendem Regen auf den Heimweg.