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  Reisebericht Belize 2005

03.11.2005

Nach einer langen Reise mit Umweg über Dallas, machen wir in Miami einen Übernachtungszwischenstop. Im Hotel "Sleep Inn", welches in der Nähe des Flugplatzes liegt, verfallen wir sogleich in einen erholsamen Tiefschlaf. 

04.11.2005

Um kurz nach 11.00 Uhr hebt das Flugzeug Richtung Belize ab. Unsere Vorfreude ist gross und entspannt lehnen wir uns in unseren Sitzen zurück. Während des Fluges verschlechtert sich das Wetter zusehends und die Landung in Belize verzögert sich um über eine Stunde. Da die Landebahn kurz und der Wind sehr stark ist, muss der Pilot zweimal durchstarten. Die Blicke der Passagiere werden immer wie ängstlicher und auch wir bekommen langsam aber sicher ein mulmiges Gefühl. Während dieser doch kritischen Phase lässt sich nie eine Stewardess blicken, um den Menschen an Bord Sicherheit zu vermitteln. Der Pilot aber hält uns über Lautsprecher auf dem laufenden, und als er beim dritten Anlauf die Maschine sicher auf den Boden bringt, kommt der Applaus der Passagiere von Herzen. Bei der Passkontrolle reihen wir uns in die Warteschlange ein und uns erwartet die nächste Überraschung: wir brauchen zum einreisen ein Visum! Trotz wirklich guter Reisevorbereitung, sind wir nirgends auf diesen Hinweis gestossen. Eine nicht gerade freundliche Flughafenangestellte füllt in langsamsten Tempo einige Formulare aus, und nachdem wir 50 US Dollar pro Visum bezahlt haben, dürfen wir endlich einreisen. Logisch, dass der von uns im Vorfeld organisierte Fahrer unserer ersten Unterkunft nicht mehr auf uns wartet, und so bringt uns ein Taxi zur Villa Boscardi, wo wir die ersten zwei Nächte via Internet reserviert haben.

Hier werden wir vom Besitzer "Albert" herzlich empfangen. Die etwas ausserhalb der City gelegene Unterkunft hat einige Zimmer im Haupthaus und zwei grosse, schön eingerichtete Cabanas. Nachdem wir uns etwa 2 Stunden ausgeruht haben, fährt uns Albert an den Stadtrand wo wir in einem am Meer gelegenen, offenen Restaurant zum ersten Mal ein Belikin (im Land hergestelltes Bier) trinken. Nun geht´s zu Fuss in die City, welche allgemein als nicht sehr sicherer Ort beschrieben wird. Nach einem kurzen Bummel durch die farbige, lebendige Stadt essen wir eine Kleinigkeit am Meer und fahren anschliessend mit dem Taxi zurück zur Villa Boscardi. Die Zeitverschiebung macht sich bemerkbar und so gehen wir bereits um 21.00 zu Bett.
unser hübsches Cabana...
..und das Quartiersträsschen am Rand von Belize City, wo die "Villa Boscardi" liegt.

05.11.2005

Um 06.30 stehen wir auf und draussen ist schon heller Tag. Im Garten entdecken wir viele Anolis, bunte Vögel und die Pflanzen sind im Morgenlicht eine wahre Pracht. Nach dem Frühstück organisiert uns Albert ab Morgen einen Mietwagen für unsere Rundreise. Den Nachmittag verbringen wir in "Old Belize", einem aufgeschütteten Strand mit angrenzendem, karibischen Restaurant.

Aufgeschütteter Sandstrand "Old Belize"
Kleiner Hafen bei "Old Belize"
Strassenszene in Belize City

Den Besuch des kleinen Museums dort sparen wir uns, den 15 US Dollar Eintritt pro Person empfinden wir als Abzockerei. Bei der Villa geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen, und am Meer lassen wir den ersten Ferientag bei einem feinen Nachtessen ausklingen.

06. 11. 05

Um 9.00 übernehmen wir den Mietwagen. Nun fahren wir also die nächsten 20 Tage mit einem silbernen Suzuki Grand Vitara durch Belize. Unser erstes Etappenziel ist das im Norden des Landes gelegene Corozal. Das Mietauto ist in einem tip-topen Zustand, und da auf dem Northern Highway kaum Verkehr herrscht, benötigen wir für die ca.150 km lange Strecke nur knappe 2 Stunden.

Im Corozal Bay Inn, einer schönen Anlage direkt am Meer, mieten wir ein Cabana für die nächsten 4 Tage.
Den Nachmittag verbringen wir mit baden, "sünnele" und einkaufen, der Kühlschrank will schliesslich gefüllt werden. Mit einem selbstgemixten Drink in der Hand können wir von unserer Terasse aus viele Fregattvögel und zwei Spechte beobachten.

Unser Fahrzeug für die nächsten 3 Wochen
Das "Corozal Bay Inn" liegt direkt am Meer
Ein Goldstirnspecht zeigt sich als schöner Mitbewohner der Anlage

07. 11. 05

Eigentlich wollten wir heute morgen in Corozal Town frühstücken, aber um 07.30 scheint das Städtchen noch zu schlafen.
Nun wollen wir zur Maya Ausgrabungsstätte "Cerros" fahren.

Auf dem Weg dorthin muss ein Fluss mittels einer von Hand angetriebenen Fähre überquert werden.
Auf der Fähre spricht uns eine einheimische Frau an, ob wir sie bis zum nächsten Dorf mitnehmen können. Unterwegs sehen wir einige Papageie und unterhalten uns auf Spanisch und Englisch angeregt mit unserem Fahrgast.

In Cerros angekommen werden wir von hunderten von Mosquitos attackiert. Schnell, schnell Mückenspray versprühen und im Laufschritt zum Meer, ist da unsere Devise.
Beim Eingang haben uns die Mücken schon fast aufgefressen, und so laufen wir schnell auf einen Bootsanlegesteg um die Regenjacken als "Mosquitobarriere" zu montieren. Dies hält die netten Tierchen nun einigermassen fern, nur ist jetzt bei ca. 30 Grad Saunagefühl angesagt...
Die Maya-Ruinen sind sehr eindrücklich und vermitteln uns einen Vorgeschmack auf noch Kommendes.

"Cerros" war 300 vor bis 300 nach Christi eine wichtige Maya-Stadt
Wie wahr...wie wahr...
steile Treppe bei den Ruinen

Auch auf dem Rückweg spielen wir wieder "Taxi" und am frühen Nachmittag sind wir zurück in Corozal. Wir müssen noch Proviant einkaufen gehen, denn Morgen steht "Shipstern" auf dem Programm.
Im nebenan liegenden "Tonys Inn" gibt's ein feines Nachtessen mit angenehm kühlender Meeresbrise.

08. 11. 05

An die harten Matratzen hier haben wir uns noch nicht gewöhnt. Am Morgen schmerzt uns jeweils unser nicht mehr ganz junges "Fahrgestell"...!
Die knapp 2 stündige Fahrt nach Shipstern über Naturpiste lockert unsere Muskeln, und wir freuen uns, das vom Papillorama in Kerzers unterstützte Naturschutzgebiet zu erkunden.

Über eine Schotterstrasse gelangt man in das Shipstern Naturreservat
Mennoniten-Pferdeanhänger
Wegebussarde sind oft am Strassenrand anzutreffen
Hier beginnt das Reservat
Das Besucherzentrum...
..und der "Jaguar Express"

Kaum angekommen und nach einem kurzen Spaziergang im Wald, fängt es heftig an zu regnen. Ein "Guia" wird uns beinahe aufgedrängt und so lassen wir uns auf diesen Handel ein. In Begleitung laufen wir nun ca. 3 km durch den Wald, wobei wir einige buntschimmernde Vögel, verschiedene Kröten und Echsli, und Pekarifell entdecken (Überreste eines Jaguarmahls?). Auch die Mücken sind hier im Überfluss vertreten.

René und der Guia
Trekking-Pfad durch das Shipstern-Reservat
Prächtige Spinne am Wegrand

Wir äussern den Wunsch auch auf die Lagune zu fahren. In unser Auto wird ein Aussenbordmotor gepackt und wir fahren ca. 15 km bis zur Lagune. Unser "Guia" ist bei der Montage des Aussenbordmotors leicht überfordert, mit René´s Hilfe gelingt es jedoch das Boot startklar zu machen.
Obwohl wir Paddels geschweige den Schwimmwesten vermissen, steigen wir in das Boot ein. Auf der grossen Lagune gibt der Guia Vollgas bis ein "Rumps" uns stoppt.

Ein schmaler Kanal führt auf die grosse Lagune...
..wo mit Glück auch Krokodile und Seekühe zu entdecken sind....
...doch heute sehen wir nur sehr wenige Tiere

Es dauert lange bis das Boot wieder funktionstüchtig ist, und wir sehen uns schon in der grössten Hitze auf Hilfe wartend auf der Lagune dümpeln. Auf unseren Kommentar von wegen Paddel und so, ernten wir nur ein Achselzucken mit Lächeln. Na ja, die haben hier wohl einfach Gottvertrauen das nichts geschieht. Uns lehrt dies aber, dass wir unsere Zweifel besser vorher kundtun und uns auf unser Gefühl verlassen sollten.
Auf dem Rückweg zur Station sehen wir eine kleine Schildkröte die Strasse überqueren. Etwas später entdecken wir eine grosse Schlange, die auf der Strasse liegt. Das Auto vor uns hat sie wohl überfahren. Vorsichtig nähern wir uns dem Tier, und tatsächlich; es ist eine wunderschöne, ca. 130 cm lange Klapperschlange, die leider im sterben liegt.

Eine ausgewachsene, neotropische Klapperschlange
Diese Sumpfschildkröte überquert die Strasse

Wir bezahlen bei der Station die vorher von 120 auf 90 ausgehandelten Belize Dollar (= 45 US Dollar) für die Tour, was angesichts des Gebotenen immer noch zu viel ist.
Auf dem Rückweg herrschen zum Teil wunderschöne Lichtverhältnisse, und wir sehen viele Mennoniten mit Pferdewagen und ihrer unverkennbaren Kleidung aus Zeiten "unsere kleine Farm" oder "die Waltons".
Nachdem wir mit der Fähre den Fluss passiert haben, sehen wir ein entgegenkommendes Auto im Schlamm stecken. Ein paar Einheimische und René können dieses "befreien" und müde, aber happy einen ereignisreichen Tag gut überstanden zu haben, kommen wir um ca. 17. 00 bei unserem Bungalow an.
Auf der Terrasse geniessen wir die Abenddämmerung bei einem Drink und lassen den Tag in Gedanken Revue passieren.

09.11 05

Nach einem "Billigfrühstück" auf unserer Terasse machen wir uns auf zur kleinen Mayaausgrabungsstätte in Sta. Rita. Wir sind die einzigen Besucher dort, und geniessen die Ruhe.

Aufzeichnungen über Santa Ritas Entstehung gehen bis ins Jahr 2000 v.Chr. zurück
Ausblick von oben auf die Parkanlage
Dieser junge Basilisk scheint der letzte Wächter der Maya-Stätte zu sein.

Anschliessend muss in der Stadt Geld gewechselt werden, was hier sehr zackig geht. Wir nutzen auch die Gelegenheit, uns ein wenig in Corozal umzusehen. Ein wirklich nettes Städtchen, welches sich ganz in der Nähe zur Mexikanischen Grenze befindet.

Bus-Terminal von Corozal
Bediente Tankanlage
Der Marktplatz von Corozal mit einem Teil der rund 8`000 Einwohner

Bei unserem Bungalow unterhalte ich (Carole) mich auch heute mit unserer Putzfrau "Alva".
Sie erzählt mir von ihrem Nasenbären, den sie zu Hause grosszieht und lädt uns spontan ein sie am Nachmittag zu besuchen. Am frühen Nachmittag fahren wir also mit Alva, ihrer Mutter die aus Guatemala zu Besuch ist, und ihrer Schwester los Richtung Buena Vista. Nach einer lustigen, knapp halbstündigen Fahrt treffen wir bei ihrem Häuschen ein.
Der Nasenbär ist wirklich süss, nur leider an der Kette gehalten. Es spricht sich schnell herum, das Alva Besuch hat und so treffen nach und nach immer mehr Leute von Alvas Familie und Verwandschaft ein. Zur Belustigung aller kosten René und ich zum ersten Mal Zuckerrohr, was ganz fein schmeckt. Auch mit Orangen direkt vom Baum werden wir für die nächsten Tage versorgt. Anschliessend werden wir ins kleine Haus eingeladen, wo wir eine vergnügliche Zeit inmitten der Familie verbringen und uns zusammen verschiedene Fotoalben anschauen.

Da es bald dunkel wird, verabschieden wir uns und kaufen in der Stadt eine Pfanne, die wir Alva morgen schenken wollen.
Die Gastfreundschaft und Offenheit der Familie hat uns sehr beeindruckt.
Es wird eifrig gekocht
Kultureller Austausch im Häuschen

10. 11. 05

Heute morgen geniessen wir noch einmal den Pool. Am Bootsanlegesteg der Anlage sehen wir im Meer u.a.einige Barracudas, Flötenfische und einen Rochen.
Nun heisst es also schon wieder packen und Abschied nehmen.
Alva freut sich sehr über den Kochtopf und bringt uns von ihrer Tochter einen lieben Brief, Seife und ein holzgeschnitztes Häuschen mit Widmung mit. Der Abschied verläuft sehr herzlich.

Gegen Mittag starten wir Richtung Crooket Tree. Hier soll es unzählige Wasservögel an mehreren grossen Lagunen geben.
Wir finden eine Lodge direkt am Wasser und beziehen ein Zimmer im ersten Stock mit grosser Gemeinschaftsterasse und Blick auf die Lagune.

Die Lodge...
..ist herrlich gelegen und garantiert...
..Seeblick

Es befindet sich auch eine etwa zwölfköpfige Gruppe aus Amerika hier, die eine Baptistenkirche renoviert.
Im kleinen, ca. 800 Einwohner zählenden Dorf sehen wir bei einem nachmittäglichen Spaziergang 5 verschiedene Kirchen.
Bei wunderschöner Abenddämmerung können wir auf unserer Terasse unzählige Wasservögel beobachten, die ihre Schlafplätze aufsuchen.

Das Bild zum Text...
Zahlreiche Reiher ziehen am Abend in das Nachtquartier

11. 11. 05

Heute gibt's früh Tagwache, da wir eine Bootstour gebucht haben. Um 06.30 fahren wir in einem bequemen Boot mit einem guten Guia, der auch das Bootsfahren beherrscht, los. Wir sind die einzigen Touristen auf dem Boot und können in Ruhe viele Wasser/ und Greifvögel beobachten. Wir sehen auch einen Nasenbären hoch in den Baumwipfeln und einige grosse, grüne Leguane. Um ca. 10.00 sind wir zurück bei der Lodge, wo uns ein herrliches Frühstück erwartet. Die Bootstour war wirklich sehr schön und hat grossen Spass gemacht.

Ein Fischbussard auf der Jagd
Die Schneckenweihen leben von den zahlreichen Schnecken- und Schneckeneiern.
Zahlreich sind die verschiedenen Reiher, wie dieser Schmuckreiher


Nun müssen einige Karten in die Heimat geschrieben werden, was wir bei herrlichem Sonnenschein auf der Terrasse erledigen.
Am Nachmittag wollen wir die in der Nähe von Belize City gelegenen Maya Ruinen "Altun Ha" besichtigen. Auch diese beeindrucken uns wieder sehr, zumal sie auch wunderschön inmitten von Palmen, hohen Bäumen und üppigen Grün gelegen sind.
Ausser einer Schulklasse hat es kaum Touristen.

Altun Ha war von 600 v.Chr. bis 900 n.Chr. eine relativ kleine Maya Stadt
Die Population betrug etwa 3000 Einwohner
Die Meisten Gebäude stammen aus der letzten Dekade von Altun Ha

Auf dem Rückweg haben wir das Glück einen Jaribu aus nächster Nähe beobachten zu können.
In der Lodge ist eine Gruppe junger Amerikaner angekommen , die sich lärmmässig eher unangenehm verhalten.

Wir sind schon gespannt auf die Schlacht am Buffet....
Diese fällt auch wie erwartet aus, am Schluss sind aber sicher alle satt geworden.

Die Sichtung des riesigen Jabiru (fast 3 m Flügelspannweite) gehört zu den Höhepunkten einer Belize Reise

12. 11. 05

Nach dem Frühstück mieten wir ein Kanu um die Lagune resp. den See auf eigene Faust zu entdecken.
Wiederum sehen wir eine Menge verschiedenster Vögel, Leguane und direkt über uns in den in den Bäumen eine Gruppe Brüllaffen, die uns lautstark vertreiben wollen.
Aber wie heisst es so schön? "Affen die brüllen, beissen nicht...?"

Beobachtet bei unserer Tour mit dem Kanu: Grüner Leguan...
..schwarzer Leguan und...
...eine Horde Brüllaffen mit diesem lautstarken Alpha-Tier

Wir beobachten sie vom Kanu aus über längere Zeit, und halten diese Begegnung natürlich auch filmisch und fotografisch fest.
Am Nachmittag wollen wir uns die Stadt "Orange Walk" anschauen. Diese stand ursprünglich als Übernachtungsort anstelle von Crooket Tree auf unserem Programm. Und tatsächlich haben wir uns richtig entschieden. Die Stadt ist nicht besonders schön, sondern eher staubig, heiss und allem Anschein nach auch laut.
Wieder zurück bei der Lodge unternehmen wir einen kleinen Spaziergang. Auch in diesem kleinen Dorf gibt's am Samstag wohl eine Disco. Wir staunen nicht schlecht als wir sehen, welch riesige Lautsprecher im Freien aufgestellt werden.

Das Welcome Schild bei der Einfahrt in das 800 Seelen-Dorf
Die Crooked Tree Polizei Station
Brunnen im Dorfzentrum

Auch heute Abend werden wir kulinarisch verwöhnt.

13. 11. 05

Heute morgen geht's weiter Richtung San Ignacio. Die kurzweilige Strecke von etwa 130 km bewältigen wir in 2 Stunden. Unterwegs tanken wir für umgerechnet 90 sFr. Das Benzin ist hier sehr teuer, und unser Auto scheint sehr durstig zu sein..
In der Maya Mountain Lodge mieten wir ein einfaches, dafür eher teures Cabana in einer schönen, grünen Anlage mit Pool.

In dem für hiesige Verhältnisse grossen Supermarkt, decken wir uns mit Proviant für die nächsten Ausflüge ein.
Anschliessend wird der Pool von uns in Beschlag genommen.


Später geniessen wir bei Dschungelsound einen Drink vor unserem Cabana.
Hier gibt es am Abend tatsächlich ein fünfgängiges Menue, und mit vollem Bauch begeben wir uns in die harten Betten...
Unser Cabana und...
..das erfrischende Pool

14. 11. 05

Geschlafen haben wir beide nicht wirklich gut, unsere Rücken scheinen von der Qualitätsmatratze zu Hause all zu sehr verwöhnt zu sein.
Heute steht die Gegend in der Mountain Pine Ridge auf unserem Programm. Zuerst geht's auf holpriger Strasse zu den Thousend Foot Falls. Hier brauchts den 4 WD nun wirklich, die Strecke ist recht abenteuerlich und uns macht dies so richtig Spass.


Beeindruckender "Thousend Foot Falls"
Pinien und Blätterwald im Mt. Pine Ridge
Häufig ist diese auffällige, gelbe Blüte

Noch ganz beeindruckt von dem riesigen Wasserfall, fahren wir weiter zu den Five Sisters Falls. Auch diese sind einen Besuch wert. Es ist sehr heiss heute, und als wir zum Auto hochlaufen, kommen wir so richtig ins schwitzen.


Die Five Sister Falls von unten...
..und aus der Höhe
Sceloporus variabilis, ein häufiger Stachelleguan

Von den vielen Pinien im ganzen Gebiet sind grösstenteils nur noch die Stämme zu sehen. Leider waren Borkenkäfer hier sehr aktiv..
Nun fahren wir noch zu den Rio On Pools, wo wir ein erfrischendes Bad geniessen.


Die Rio On Pools
Hier kann man hervorragend Baden und...
..die umliegende Natur geniessen

Auf dem Rückweg zur Lodge, 50 Meter vor dem Ziel, passierts dann...Es gibt ein kurzes PFFFF und der Reifen ist platt. Ich (Carole) bin über einen scharfen Gegenstand gefahren, den ich auf der schlechten Strasse leider übersehen habe.
Bei der Lodge wird von den hilfsbereiten Angestellten gleich das Reserverad montiert. Nach längerem Durchfragen im Dorf, finden wir schliesslich eine Tankstelle wo der Reifen geflickt wird.
Ein Bier haben wir uns nun redlich verdient, und ich muss mir von René nun natürlich diverse (sicher nicht ernstgemeinte?!) Sprüche anhören.

15. 11. 05

Heute ist schlechtes Wetter, was uns aber nicht davon abhält etwas zu unternehmen.
Als erstes steht die St. Hermanns Cave auf dem Programm. Ich wage mich nicht hinein, doch René ist da mutiger und begeht die Höhle mit Taschenlampe ausgerüstet, auf eigene Faust.
Als wir zum Parkeingang zurück laufen, schüttet es wie aus Kübeln.


Zugang zur "St. Hermanns Cave"
Diese Höhle ist Bestandteil des "Blue Hole Nationalparks"
Im "Blue Hole" verschwindet das fliessende Wasser im Felsen.

Trotzdem geht's weiter zum Blue Hole, einem heute eher braunen, kleinen See im Wald.
Die Wetterentwicklung ist eher ungewiss, doch wir entschliessen uns auch noch den in der Nähe von Belmopan gelegenen Nationalpark Guanacaste zu besuchen.
Dort begehen wir beide Trails, auch hier regnet es zwischendurch, doch meist ist es trocken und ab und zu zeigt sich auch die Sonne. Zu Beginn der zweistündigen Wanderung werden wir von aggressiven Ameisen attackiert, deren Bisse wirklich schmerzhaft sind. Ausserdem sehen wir im wunderschönen Wald viele Vögel, Echsen und Frösche. Auch in diesem Park sind wir heute wohl die einzigen Touristen.


Der Guanacaste Nationalpark ist ein kleines, relativ junges Schutzgebiet
Eine Ameiva undulata (Regenbogen-Ameive) beim Sonnenbad
Der riesige Guanacaste Baum ist beeindruckend

Bei schönstem Wetter fahren wir zurück zur Lodge wo wir den Rest des Nachmittages am Pool verbringen.

16. 11. 05

Heute morgen ist es neblig, da es aber die ganze Nacht nicht geregnet hat, wagen wir uns den ca. 60 km langen Weg nach Caracol (Mayaausgrabungsstätte) zu fahren. Die Strasse soll bei schlechtem Wetter kaum zu befahren sein, doch wir haben Glück, die Strasse ist zum Teil zwar sehr glitschig, aber mit 4 WD doch gut zu bewältigen. Die letzten 15 km. vor Caracol sind sogar asphaltiert. Unterwegs sehen wir eine grosse Gruppe (ca. 12 Tiere) Regenbogentukane.
Die im Chiquibul Nationalpark gelegenen Ausgrabungen sind schlicht überwältigend. Auf dem höchsten (43 Meter) gelegenen Gebäude kann man sich um die eigene Achse drehen und sieht Urwald so weit das Auge reicht. Auch hier hat es praktisch keine Besucher und wir können ungestört eine Gruppe Brüllaffen beobachten.


Durch den Chiquibul Nationalpark gelangt man auf einer abenteuerlichen Fahrt...
..zu den Caracol Ruinen. Caracol zählte bis zu 150`000 Bewohner, mehr als halb so viele wie das heutige Belize !
360° um die Ruinen dichter Dschungel, so weit das Auge reicht...

Auf dem etwa 2 stündigen Rückweg sorgen ein Weisswedelhirsch und mehrere Truthühner für Abwechslung. Heute spielen wir auch wieder einmal Taxi und nehmen unterwegs eine junge Frau mit Kleinkind mit bis nach San Ignacio.
Am frühen Abend liegt der Hobbybiologe René mit Stirnlampe ausgestattet in der Hängematte, und "katalogisiert" die Vögel und Reptilien die wir heute gesehen haben.

17. 11. 05

Heute wollen wir die in der Nähe von San Ignacio gelegenen Mayaruinen Xunantunich besichtigen.
Um dort hin zu gelangen muss auch hier eine von Hand angetriebene Autofähre benutzt werden.
Kaum auf der ersten Ruine angelangt, fängt es an zu regnen. Also wieder nach unten und Schutz unter den Bäumen suchen. Dort sehen wir auch zum erstenmal einen Angestellten der Touristenpolizei, der bewaffnet aber wohl unterbeschäftigt unter den Bäumen sitzt.
Nach dem Regen trauen wir unseren Augen kaum, als plötzlich mehrere Touristengruppen eintreffen. So viele Touris auf einen Haufen haben wir während der ganzen Ferien noch nicht gesehen.


Der 40 m hohe "El Castillo" ist der dominateste Bau in der Maya-Stätte Xuantunich
Blick von "El Castillo"
Gut 1200 Jahre alt sind diese gut erhaltenen Skulpturen

Auch diese Ausgrabungen haben uns sehr gefallen, auf Platz 1. unserer Hitliste steht aber Caracol.
Am Nachmittag besichtigen wir das hübsche Städtchen San Ignacio, und erledigen diverse (Souvenir) Einkäufe.
Auch die Jasskarten wollen wieder einmal gespielt werden, und so verbringen wir den Rest des Tages am schönen Pool.

18. 11. 05

Heute geht’s weiter Richtung Süden. Eine abwechslungsreiche Fahrt führt uns über den Hummingbird Highway vorbei an den Maya Mountains durch farbenprächtige Landschaft. Nur das Wetter lässt leider etwas zu wünschen übrig. Auf den letzten knapp 40 Kilometer nach Placencia ist die Strasse in wirklich schlechtem Zustand.
Wir lassen uns im Manatee Inn nieder, einem zweistöckigen Holzhaus mit ca. 10 Zimmern.
Auf dem „Side Walk“, einem schmalen Fussgängerweg laufen wir zu einem kleinen Strandrestaurant. René bekommt hier endlich wieder einmal einen Hamburger zwischen die Zähne, und dabei geniessen wir den Sand zwischen den Zehen und den Blick aufs Meer.


Das Manatee Inn bietet Blick auf`s Meer und eine geräumige Gemeinschafts-Terasse
Bunte, nächtliche Besucher...
..lassen nicht lange auf sich warten

Auch hier haben wir einen Kühlschrank und einen Wasserkocher im Zimmer und so gehen wir in den kleinen Supermarkt um unser Frühstück und einiges mehr einzukaufen.
Bei strömenden Regen laufen wir zurück zu unserem Zimmer.
Auf der Terrasse gibt’s am Abend dann ein einfaches Nachtessen bei Kerzenlicht.

19. 11. 05

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise steht heute an. Wir wollen ins Jaguarschutzreservat, in den Nationalpark „Cooks Comb“ fahren.
Im Park angekommen entscheiden wir uns den Wasserfall - Trail zu begehen.
Inmitten der herrlichen Natur fühlen wir uns so richtig wohl. Beim Wasserfall angekommen gibt’s eine kurze Pause bevor wir den Aufstieg zum „Bens Bluff“ unter die Füsse nehmen.

Oben auf dem Aussichtspunkt, können wir uns an dem wunderschönen Blick über weites Dschungelgebiet kaum satt sehen. Hoch oben in den Bäumen entdecken wir 3 Königsgeier. Beim Abstieg steigt uns der intensive Geruch von Blüten, die nach Honig riechen in die Nase.


Kleiner Wasserfall im Jaguar-Schutzgebiet
Nach beschwerlichem Aufstieg bietet sich dieser prächtige Blick zum höchsten Berg Belizes, dem "Victoria Peak" (1 120 m)
Königsgeier können nur selten aus dieser Nähe betrachtet werde

Auf dem Rückweg, mitten im Wald, treffen wir auf die 4 netten Amerikaner die wir in der Villa Boscardi kennen gelernt haben: Zufälle gibt’s....
Zurück bei der Station kauft sich René ein T Shirt vom Park, und wir kommen mit dem Ranger Ignacio ins Gespräch. Ignacio ist ein guter Freund von Alan Rabinowitz, dem Weltbekannten "Jaguar-Pionier", welcher sich mit aller Kraft für den Schutz dieser wundervollen Raubkatze einsetzt. Ignacio selbst war während Jahren mit Rabinowitz zum Wohle des Jaguars im Einsatz und ist auch im berühmten Buch"Jaguar", erschienen bei Islandpress, erwähnt.

Auf dem Rückweg hören wir im Radio, dass der Tropensturm „Gamma“ auf Belize zusteuert. Der Besitzer der Unterkunft berichtet uns aber, dass zur Zeit keine Gefahr bestehen würde. Hoffen wir das Beste, der Grund des unbeständigen Wetters der letzten Tage ist uns nun jedenfalls klar.
Bei guter Musik, gönnen wir uns im Dorf in einem offenen Restaurant ein feines Nachtessen.
Ignacio und René

20. 11. 05

Heute steht mal ein fauler Tag an. Nach dem Frühstück laufen wir dem Strand entlang in Richtung des Dörfchens. Im klaren Wasser sehen wir viele buntschimmernde Fische, zwei grosse Seesterne und beobachten eine Qualle.
Nun wollen wir auch ein wenig im warmem Wasser schwimmen und uns am Strand sonnen.

Am Nachmittag spazieren wir noch einmal ins Dorf und sehen vor dem geschlossenen Supermarkt einen riesigen Leguan. Das wäre aber jetzt ein super Motiv gewesen, leider haben wir weder Fotoapparat noch Filmkamera dabei.

21. 11. 05

Und noch einmal zieht es uns ins Cooks Comb. Wir entscheiden uns den grossen Rundweg "Antilope Trail" zu begehen. Wir können viele Vögel, z.B. Regenbogentukane, kleine Amphibien und schöne Insekten beobachten. Ausserdem sehen wir Tapirspuren. Das Wetter und die Lichtverhältnisse sind schlicht fantastisch. Die üppige Vegetation und die Stille, nur durchbrochen von Urwaldgeräuschen, nehmen uns gefangen.
Da wir fit sind, hängen wir einen weiteren Trail an und laufen anschliessend noch zum Flugzeugwrack. Alan Rabinowitz hat den Absturz mit seinem Kollegen überlebt und das Flugzeug wird nun im Dschungel langsam von den Pflanzen überwuchert.


Lichtungen wie diese...
..bieten ungehinderte Sicht auf die kleinen...
..und schönen Dinge des Regenwaldes

Wir sind vier Stunden unterwegs und sind von dieser Wanderung richtig begeistert, zumal wir keinen einzigen Menschen gekreuzt haben.
Wir geniessen den letzten Abend hier in einem "Strandbeizli" und sind erleichtert, dass "Gamma" an uns vorbeigezogen ist.

22. 11. 05

Nun geht's weiter, ganz in den Süden des Landes. Je länger wir unterwegs sind, umso grüner und abwechslungsreicher wird die Landschaft. Bei schönstem Wetter ist auch die Sicht auf die Maya Mountains hervorragend. Der grösste Teil der Strasse ist geteert, erst kurz vor Punta Gorda folgt wieder Naturstrasse. Wir scheinen fast alleine unterwegs zu sein, auch heute sehen wir nur wenige Autos.
Etwa 20 km. vor Punta Gorda sehen wir ein Hinweisschild zur "Lodge at Big Falls". Wir entscheiden uns spontan dem Schild zu folgen und uns die Lodge, die in unserem Reiseführer noch nicht erwähnt ist, mal anzuschauen. Schnell stellen wir aber fest, dass diese luxuriös wirkende Unterkunft wohl nicht unserem Budget entspricht. Der nette Besitzer offeriert uns aber einen beachtlichen Discount, und so entscheiden wir uns 2 Tage hier zu bleiben.


Die traumhafte Anlage beherbergt...
..tropische Gärten mit farbiger...
..Blütenpracht

Am Nachmittag mieten wir ein Kayak und verbringen einige Stunden, auf dem an der Lodge vorbeifliessenden Fluss. Zu Beginn paddeln wir Flussaufwärts, vorbei an wunderschöner Vegetation und Mayafamilien, die ein Bad im Fluss nehmen und ihre Wäsche waschen.
Wir sehen mehrere, grosse grüne Leguane, die bei unserem Anblick meist ins Wasser springen. Auch Fledermäuse, viele Vögel und einen Otter können wir unterwegs beobachten. Zurück geht's dann gemütlicher da wir nun kaum mehr paddeln müssen. Mit leicht schmerzendem Hinterteil kehren wir nach gut 3 Stunden zur Lodge zurück. Wir sind uns einig, dass diese Tour etwas vom schönsten in diesen Ferien war.


Die anstrengende aber eindrückliche Kanufahrt führt vorbei an...
..riesigen Leguanmännchen und am...
.."quickfidelen" Treiben der Maya-Völker

Jetzt aber ab ins Swimmingpool und danach unter die Dusche, mit Blick auf die Heliconien.
Auf der Terrasse geniessen wir in der Abenddämmerung den Blick auf die Natur, und freuen uns an den vielen Vögeln und Glühwürmchen. Geht's uns gut....

23. 11. 05

Wir stehen früh auf, um den Tag erwachen zu sehen. Nach dem Frühstück erkunden wir die grosse und schöne Anlage der Lodge. Dabei begleiten uns die 3 verspielten Hunde des Besitzerehepaares.
Später fahren wir nach Punta Gorda, wo heute Markt ist. Die bunt gekleideten Mayafrauen mit ihren Kindern geben ein schönes Bild ab. In einem Restaurant welches eine Terrasse mit Meerblick hat, lassen wir die friedliche Atmosphäre hier auf uns wirken.


Das Zentrum von Punta Gorda
Eines der wenigen Häuschen mit "Hurrikan"-Schaden
Über der Stadt kreisen Fregattvögel.

Frisch gestärkt machen wir uns nun auf zum Rio Blanco Nationalpark. Eine herrliche Fahrt vorbei an Mayadörfern, in dieser wunderschönen Natur hier in den Mayamountains.
Leider läuft uns die Zeit davon, für eine längere Wanderung ist es schon zu spät. Die zwei Wasserfälle können wir uns aber ansehen. Und auch hier ist weit und breit kein anderer Tourist in Sicht.


Wasserfall im "Rio Blanco Nationalpark"
Wasserfall in der Nähe des "Rio Blanco Nationalparks"
Eines von zahlreichen Maya-Dörfern im Süden des Landes
Zurück bei der Lodge erleben wir eine kleine Überraschung. Etwa einen Meter von unserem Cabana entfernt, wurde ein Angestellter von einer jungen Lanzenotter beinahe gebissen, d.h. sie hat Gott sei Dank nur seine Jeans erwischt.
Reflexartig wurde das schöne, aber leider sehr gefährliche Tier getötet.
Für mich ist jetzt endgültig klar, dass ich René heute Abend auf dem geführten Nightwalk nicht begleiten werde...
René und der Guia sehen dann doch keine Schlange mehr, dafür mehrere Spinnen und ein Opossum.
 
Die Lanzenotter ist die gefährlichste Giftschlange Zentralamerikas

24. 11. 05

Heute morgen wollen wir uns noch ein wenig sportlich betätigen. Der Ping-Pong Tisch lockt, und so spielen wir 3 Matches gegeneinander, wobei ich, allerdings knapp, jedes Mal gegen René verliere. Dann hüpfen wir noch ein letztes Mal in den schönen Swimming-Pool bevor es schon wieder ans packen geht.
Unser nächstes Ziel für einen Tag heisst Hopkins. Gegen Mittag fahren wir los und geniessen wiederum die Fahrt durch diesen schönen Landesteil. Im Radio wird fast ständig Weihnachtsmusik gespielt, was uns bei diesen warmen Temperaturen zum Grinsen bringt.

In Hopkins, einem kleinen Dorf südlich von Dangriga, steuern wir die am Meer gelegene Unterkunft "Hopkins Inn" an. Die Überraschung ist gross, als die Besitzerin der vier Bungalows mit uns Deutsch spricht. Rita und ihr Ehemann sind vor 10 Jahren hierhin gezogen und so erzählt sie uns ein wenig von diesem Dorf. So haben sie hier z.B. erst seit 7 Jahren TV Empfang und erst seit Mitte der 90er Jahre Strom.
Die letzten paar Stunden des Nachmittages verbringen wir am Strand und schwimmen im warmen Meer.


Nettes Häuschen direkt am Meer
Zum geniessen schön...
Zwei Tropenspottdrosseln (mimus gilvus) bei der Balz

Abends laufen wir zur Windschiefbar. Olli ein junger Deutscher, hat diese Bar samt Surfschule und 2 Cabanas vor gut 2 Jahren hier aufgebaut.
Seine Eltern sind zur Zeit auch hier, und v.a. mit Wolfgang, seinem Vater unterhalten wir uns angeregt. Wolfgang und seine Frau haben in Belize ein Aids Hilfsprojekt aufgebaut ( www.hiv-belize.de ) und es ist höchst interessant ihm zuzuhören.
In leicht angesäuseltem Zustand klettern wir in der Nacht mit Olli und Wolfgang auf den Aussichtspunkt von Olli´s Cabana. Dort haben wir eine wunderbare Sicht auf den tropischen Sternenhimmel. Es ist spät als wir die E-Mail Adressen austauschen und uns voneinander verabschieden. Dies war wirklich ein anregender, vergnüglicher Abend.

25. 11. 05

Den Sonnenaufgang erleben wir direkt am Meer. Wir geniessen die Stille und schauen den Kindern zu, die vor der Schule noch fischen gehen.
Nun müssen wir unseren Suzuki aber noch von dem Dreck der letzen Tage befreien, den dass das Auto eigentlich silberfarben ist, ist nicht mehr zu erkennen.
Gegen Mittag treffen wir in Belize City ein, wo wir wieder in der Villa Boscardi übernachten werden.
Die Autorückgabe verläuft problemlos, klar müssen wir den kaputten Reifen bezahlen.
Den Nachmittag verbringen wir faulenzend und lesend im schönen Garten der Unterkunft.
Morgen geht's nun also bereits weiter nach Caye Caulker, einer kleinen Insel im Norden des Landes.


26. 11. 05


Ein Schnellboot bringt uns am Vormittag in einer vierzig Minuten dauernder Fahrt an unser Ziel. Wir laufen über die halbe Insel, schauen uns verschiedene Unterkünfte an, und entscheiden uns schliesslich für das Anchorage Resort welches im Süden von Caye Caulker gelegen ist. Wir beziehen ein Zimmer im zweiten Stock mit Balkon inkl. tollem Meerblick.
In einem Strandbeizli stärken wir uns erstmals, bevor wir ans Nordende der Insel laufen. Die Häuser sind auch hier sehr farbig, die wenigen Strassen sandig, und ab und zu fährt ein Golfwagen an uns vorbei.

Auch hier will unser Kühlschrank im Zimmer gefüllt werden, den frühstücken werden wir die nächsten Tage auf dem Balkon.
Das anschliessende Bad im Meer ist zunächst etwas ungewohnt, hat es doch hier sehr viel Seegras. Aus Gründen des Naturschutzes wird dieses auch nicht abgemäht, was wir sehr richtig finden. In diesem Gebiet hier gibt es viele Manatees (Seekühe), welche das Seegras als ihren Lebensraum benötigen.
Im Dorf buchen wir eine Schnorcheltour für morgen und verköstigen uns anschliessend in einem kleinen, einheimischen Restaurant.


27. 11. 05

Wir stehen früh auf und setzen uns mit einer Tasse Kaffee ans Meer, wo wir die vielen Pelikane, Fregatt- und andere Vögel beobachten.
Mit sechs weiteren Touristen fahren wir mit Carlos, dem Bootsführer und Guia, um halb elf los Richtung Hol Chan, unserem ersten Schnorchelstop des Tages.
Wir sind etwa zehn Minuten unterwegs, als René einen Delphin entdeckt. Die Freude an Bord ist riesig, sofort werden Fotoapparate aus den Taschen geholt. Das schöne Tier bleibt in der Nähe des Bootes und wir haben ausreichend Zeit es zu beobachten, bewundern, zu fotografieren und zu filmen. Für uns geht dabei ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung, und am liebsten würden wir ins Wasser springen. Durch glasklares Wasser geht's weiter zum zweitgrössten Riff der Welt.

Bei unserem ersten "Schnorchelgang" sehen wir mehrere Adlerrochen, eine Muräne, einen Ammenhai und viele farbig schimmernde Fische.


Nun haben wir gut eine Stunde Zeit, uns San Pedro auf der Nachbarsinsel Ambergris Caye anzusehen.
Wir sind uns einig, dass uns Caye Caulker viel besser gefällt, da hier alles viel lauter, lärmiger und auch teurer ist.
Beim "Shark Valley" gibt's dann den zweiten Schnorchelstop. Carlos fragt uns unschuldig warum wir den nicht ins Wasser gehen. Angesichts der vielen Haie die ums Boot schwimmen, ist unsere Zurückhaltung aber nicht weiter verwunderlich.
René versichert mir aber, dass diese ca. zwei Meter langen Ammenhaie wirklich nicht gefährlich sind, und so sind wir zwei die ersten die im Wasser sind. Nach und nach kommt auch der Rest der Gruppe dazu. Mit Carlos als kundigen Führer, sehen wir auch einen Octopus. Wir schwimmen durch grosse Fischschwärme, tauchen den Haien hinterher und beobachten grosse Stachelrochen aus unmittelbarer Nähe.

Wieder auf dem Boot, auf dem Weg zu den "Coral Gardens," bemerke ich mit grosser Betroffenheit, dass ich unseren Freundschaftsring während des Schnorchelns verloren habe. René versucht mich zu trösten, und meint, dass sich ein Papageienfisch jetzt sicher daran erfreut...
Beim dritten Stop sehen wir dann noch viele, kleinere, bunte Fische.
Trotz Verlusten hat uns dieser Ausflug sehr gefallen, mit den (grossen) Meeresbewohnern in ihrem Element zu schwimmen ist wahrhaftig sehr beeindruckend.

28. 11. 05 - 02. 12. 05

Die letzten paar Ferientage verbringen wir vor allem mit lesen, baden, schnorcheln, jassen und faulenzen. Wir unternehmen auch ausgedehnte Spaziergänge, u.a. ans kaum bewohnte Südende der Insel. Immer noch hat es kaum Touristen. Einmal wohnen wir unfreiwillig einer ca. 20 minütigen Trauung von Amerikanern am Strand bei...
Unsere Bräune hat sich auf ein Maximum intensiviert, und auch unsere Batterien sind wieder aufgeladen.


Als Folge eines Hurrikans wurde die Insel hier geteilt
Kormorane auf einer Fischerplattform
Männliche Fregattvögel sind am roten Kehlsack zu erkennen

Am 02. 12. 05 fahren wir mit dem Boot wieder zurück nach Belize City, wo wir noch einmal in der Villa Boscardi übernachten werden. Auf dieser Bootsfahrt sehen wir doch tatsächlich eine kleine Insel, die zu einem Golfplatz umgestaltet wurde...Sachen gibt's!

03. 12. 05



Heute morgen heisst es für diesen Urlaub nun also zum letzten mal die Taschen zu packen. Ein wenig Wehmut kommt dabei schon auf. Während der langen Heimreise über Miami haben wir ausreichend Zeit ein Resume über die letzten 4 Wochen zu ziehen.

Belize hat uns sehr gefallen. Es ist nicht schwierig als Individualtourist unterwegs zu sein. Die Menschen sind herzlich, hilfsbereit und Fremden gegenüber sehr offen. Wir fühlten uns überall willkommen und sind oft mit den Einheimischen ins Gespräch gekommen.
Auch landschaftlich und kulturell hat dieses Land eine Menge zu bieten. Wir denken da an die Regenwälder, die Maya-Ruinen, die vielen Lagunen und Sumpfgebiete, die Mayamountains, die kleinen Inseln im karibischen Meer etc.
Es ist gut möglich, dass wir dieses Land in nächster Zukunft wieder bereisen werden.

 

1.-3. Tag - Bangkok 4.-6. Tag - Phitsanulok 7.-12. Tag - Chiang Mai 13.-19. Tag - Ao Nang