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Der Mirador Rio Azul wurde im Jahre 1990 auf einer Fläche von 116 911 ha aufgestellt. Man findet diesen Nationalpark im Nord-Osten Guatemalas, im Departement Petén. Der nördliche Teil des Parks bildet eine Brücke zum Calkmul Biosphere Reservat im Süden Mexikos. Der Osten des Parks wiederum bildet eine Brücke zu Belizes Rio Bravo Nationalpark. So handelt es sich beim Mirador Rio Azul um einen wichtigen Teil einer länderübergreifenden Schutzzone. Der Park ist in zwei Zonen aufgeteilt, wobei die zentral gelegenen Dos Lagunas eine Art Trennlinie bilden. Der Westliche Teil ist bekannt als "El Mirador", der östliche als "Rio Azul".
Gemäss dem guatemalischen Umweltministerium sind die vorhandenen Wälder nahezu unangetastet und in ihrem ursprünglichen, primären Zustand erhalten. Im Park und in der näheren Umgebung leben keine dauerhaften Bewohner, so dass sich die Flora und Fauna ungehindert entfalten kann. Ohne grossräumige Überwachung und finanzielle Unterstützung drohen dem Park Plünderungen der archäologischen Aufstellungsorte, illegaler Holzhandel, Zerstörung durch aufspüren von Ölfeldern und grossräumige Tourismusprojekte.

Im Schutzbereich liegt feuchter, breitblättriger Regenwald und geflutetes Grasland. Die Wälder sind mit höhen von 20 - 30 m nicht sehr hoch. Die kleinsten Bäume bilden ein unteres Trasse von 4 bis 8 m. Es folgt eine Zone mittlerer Höhe von 10 bis 15 m und ein Kronendach von 20 bis 30 m. Typische Bäume sind der Honduras Mahagoni Baum (swietenia macrophylla), der stark duftende Jamaikapfeffer (Pimenta dioica), der immergrüne Brotnussbaum (Brosimum alicastrum), der zu Beginn der Regenzeit blühende Breiapfelbaum (Manilkara zapota) und der leicht zu erkennende Weissgummibaum (Bursera simaruba). Im Sumpfgebiet dominiert das Kampescheholz (Haematoxylum campechianum). Zusätzlich gibt es eine hohe Anzahl verschiedener Epiphyten.

Durch die einzigartige Biodiversität haben sich im Park auch zahlreiche endemische Tiere und Pflanzen entwickelt.
In der Sumpflandschaft ernährt sich das Beulenkrokodil von Welsen und kleinen Säugern. Hier teilt es seinen Lebensraum mit der Tabascoschildkröte.
Auch der Jaguar hält sich, wie der Tapir, nicht ungerne im Wasser auf. Erwähnenswert sich auch kleinere Raubkatzen wie der Margay oder der Jaguarundi. In den Bäumen des Regenwaldes leben Klammer- und Brüllaffen.